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Pfarrer Friedrich Kappesser

 

 

 
Allerheiligenbergstraße 2, 56112 Lahnstein
Telefon 02621/7402, Telefax 02621/8486
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Sehenswert:

Lahnstein Christuskirche
Die Christuskirche der evangelischen Kirchengemeinde Niederlahnstein zählt zu den jüngsten Gotteshäusern im Rhein-Lahn-Kreis. Die in den 1960er Jahren gebaute Kirche besticht durch ihre Schlichtheit. Die Kirche mit ihrem Namen Christuskirche solle gerade das lebendige Wort Gottes in den Mittelpunkt stellen, Tod und Auferstehung, die das Kreuz symbolisiert. Der Blick des Besuchers wird durch die Architektur auf den Altarraum mit Altar, Kanzel und Taufbecken gelenkt. Die Glaskünstlerin Caroline Schwarz aus Holzappel hat ein Altarkreuz geschaffen, das durch beleuchtete rötliche transparente Flächen Schmerz, Leid, Blut, gleichzeitig aber auch die herzliche Wärme der Liebe symbolisieren soll.

Das Spröde wird anstößig

Evangelische Christuskirche Niederlahnstein fordert zum Glauben im Alltag auf

Der 29 Meter hohe Glockenturm der evangelischen Christuskirche in Niederlahnstein ist weithin vom Rheintal her sichtbar. Das Facettenkreuz der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau inspirierte dessen Gestaltung. Der Turm steht etwas abseits vom würfelförmigen Hauptbau, der knapp 400 Besuchern Platz bietet. Wer von ihnen zum ersten Mal die Christuskirche in Niederlahnstein betritt, wird verwundert sein über die nüchterne und spröde Architektur des Gotteshauses. Beton, Backstein und Holz sind die Materialien, aus denen die Kirche erbaut wurde, einfach verwendet und äußerst streng und klar gegliedert, ohne Schmuck, beeindruckende Kunst und farbige Fenster.

In einer Zeit, in der sich alles immer schriller, bunter, lauter und spektakulärer geben muss, um aufzufallen, wird die Schlichtheit zum Besonderen, das Spröde anstößig. Schon ihr Name verweist auf das Fundament des christlichen Glaubens: Jesus Christus (1. Ko 3,11), wie er sich in seinem Wort zu erkennen gegeben hat. „Der einfache Raum der Kirceh soll die Gemeinde auffordern, sich nach ihrer Weise einzurichten – aktiv von ihr Besitz zu ergreifen und zu wandeln“, schreibt Architekt Rainer Schell. Die alltäglichen Materialien wollen darauf hinweisen, dass der Glaube der Christen im Alltag, in Familie, in Beruf und Schule seine Bewährung findet. In ihrer Konzentration auf das Elementare wirkt die Christuskirche geradezu provozierend.

thumb_1NLaltarkreuzklIm Gegensatz zu der in den 60-er Jahren oft gewählten Form des Zentralbaus mit der Kanzel in der Mitte hielten die Niederlahnsteiner an dem „Langhaus“ fest. Der Raum ist ausgerichtet auf den erhöhten Altarbereich mit dem Altar im Zentrum und Kanzel und Taufbecken zur Seite. Die Kirche ist „orientiert“, das heißt nach Osten ausgerichtet. Alles im Raum soll ausgerichtet sein auf die Feier des Gottesdienstes in Verkündigung und Sakrament. Hinzu kommt die Kirchenmusik mit der 1963 erbauten Orgel und dem Chorgesang. Die enge Beziehung der Musik zum Verkündigungsgeschehen kommt in der Positionierung der Orgel über dem Altarraum zur Geltung.

Die Konzentration auf das Wortgeschehen im Gottesdienst leitet auch die weitere Gestaltung des Innenraums. Nichts soll vom Wort ablenken. Deshalb bieten etwa die Kirchenfenster weder den Blick nach außen, noch werden die Gedanken der Gottesdienstteilnehmer inspiriert durch bunte oder figürliche Darstellungen.

Auch nach der 2007 abgeschlossenen Innensanierung der Christuskirche wurde an dem schlichten Konzept festgehalten. Wichtigste Neuerung: Durch ein neues Altarkreuz und eine neue Kanzel ist der Altarraum deutlicher als bisher zum Mittelpunkt des Gotteshauses geworden. Das Kreuz wurde von der Glaskünstlerin Caroline Schwarz aus Holzappel angefertigt. Rötliche transparente Flächen sollen Schmerz, Leid, Blut, gleichzeitig aber auch die herzliche Wärme der Liebe symbolisieren. Eine Beleuchtung sorgt dafür, dass die roten Glasflächen besonders intensiv strahlen können. (bcm)