| Mit viel Neugier im Workshop startet MeinDorf55plus-App in Nastätten |
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Kinder stünden heutzutage als kümmernde Kontaktpersonen nicht mehr in dem Maße wie früher auf dem Land bereit, erklärte Initiative-Sprecher Dieter Zorbach zum Hintergrund der Entwicklung. Deshalb sehnten sich viele ältere Menschen danach, selbst aktiv zu werden. „Wir hoffen, dass die App viele Nutzer findet“, sagte Zorbach, als er in der Nicolaus-August-Otto-Schule in Nastätten die vielen Interessenten begrüßte.
Im Gegensatz zu konventionellen digitalen sozialen Netzwerken berücksichtigt diese bundesweit einzigartige Software die speziellen Bedürfnisse älterer Menschen. So lassen sich zwar auch mit ihr ein eigenes Profil erstellen und ein Freundeskreis bilden, allerdings unter technischen Voraussetzungen, die sicher stellen, dass nur vertraute Personen Kontakte knüpfen können. Manche Funktionen sind nur über eine persönliche Legitimation möglich. Ein Profil anlegen, Kreise mit unterschiedlich vertrauten Personen bilden, eine Pinnwand mit Erlebnissen des Tages füllen, Verantwortung für konkrete Menschen übernehmen, Hilfsangebote und -gesuche erstellen, Projekte und reale Treffen initiieren und veröffentlichen – das alles sind Funktionen, die die App ermöglicht und die die Anwesenden in kleinsten Gruppen ausprobierten. Staunen, Lachen und manches Aha-Erlebnis prägten das muntere Tippen und Drücken an den Bildschirmen der Tablets.
Damit das Üben zuhause fortgesetzt werden kann, gab es zum Abschluss noch ein Tutorial mit an die Hand. Außerdem kommt die Initiative zu Interessierten, um die App einmal vorzustellen. „Wir lassen uns gerne mit dem App-Café in ihre Gemeinde zu einer kurzen Präsentation im Rahmen einer örtlichen Veranstaltung einladen“, sagte Zorbach. Das App-Café biete auch kleineren Gruppen die Möglichkeit, die Handhabung auszuprobieren. Gefördert wird das App-Projekt über das Projekt „DRIN“ der Diakonie Hessen und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Dabei handelt es sich um die Abkürzung für „Dabei sein – Räume entdecken – Initiativ werden – Nachbarschaft leben.“ Kirche und Diakonie wollen damit konkret in die Gesellschaft hineinwirken und das Gestalten von Sozialräumen fördern. Bernd-Christoph Matern Interessierte Gruppen oder Gemeinden wenden sich für die Vorstellung der App entweder an Dieter Zorbach (Telefon 06771-94974) oder an Ulrike Steinsberger-Henkel (06432-6467432) oder senden eine E-Mail an Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können .
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