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 NASTÄTTEN. (11. Dezember 2011) Mit dem Naturland-Hof Singhof öffnete sich am Wochenende ein Türchen am lebendigen Adventskalender der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde Nastätten, das wohl wie kein zweites die Vorfreude aufs Fest weckte und Besinnlichkeit schenkte. Manfred und Stefanie Singhof, deren Eltern und Kinder empfingen die Gäste in ihrem mit dezentem Lichterglanz geschmückten Kuhstall.
Von staunenden Blicken war der Eintritt geprägt. Das hochmoderne Zuhause der 85 Kühe hatten die Gastgeber mit Tannenzweigen, Strohballen, gedämpftem Lichterschein und leckeren Plätzchen geschmückt – ein stimmungsvoller Vorgeschmack auf das nahende Weihnachtsfest. Und so erinnerte der katholische Gemeindereferent Gernot Casper denn auch daran, was es bedeutet, dass Jesus in einem Stall und nicht in einem Palast geboren ist. Aus ärmsten Verhältnissen, im Leid der Welt ein Licht in die Welt zu bringen – dafür wurde er geboren.
Die vielen Besucher nahmen den Gedanken auf, als sie begleitet von Armin Himmighofen am Akkordeon und Gernot Casper an der Flöte das Lied „Tragt in die Welt nun ein Licht“ sangen. Zur wärmenden Adventsstimmung trug in dem Stall auch Fabiola Singhof bei; die Zehnjährige spielte voller Freude „Ihr Kinderlein kommet“ auf ihrer Flöte, bevor die Familie die vielen kleinen und großen Besucher in dem bewegenden Ambiente zwischen den Milchkühen mit leckerem Kakao aus eigener Produktion und selbst gebackenen Plätzchen verwöhnte.
Im Anschluss durfte auch noch die moderne Melktechnik bewundert werden, die von den Kühen den ganzen Tag über freiwillig angesteuert wird. Zusammen mit der Rinderzucht beherbergt der Biobetrieb insgesamt 170 Tiere, für die das Futter selbst erzeugt wird, wie Manfred Singhof erklärte. Dabei wird unter anderem auch eine strenge Fruchtfolge eingehalten. Vor zehn Jahren wurde der gesamte Hof auf ökologischen Landbau umgestellt. Bernd-Christoph Matern
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