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MIEHLEN/RHEIN-LAHN. (22.Oktober 2011) „Kleiner werden und wachsen wollen – unsere Kirche und die demografischen Herausforderungen.“ Das ist der Titel des Referates, das der ehemalige sächsische Bischof, Pfarrer Axel Noack aus Magdeburg, während des diesjährigen Kirchenvorstehertreffens des evangelischen Dekanats St. Goarshausen halten wird. Am Abend um 19 Uhr haben dann alle Interessierten die Möglichkeit, Noack in der evangelischen Kirche von Miehlen zum diesjährigen Reformationsgottesdienst des Dekanats predigen zu hören.
Zur Begegnung mit dem im deutsch-deutschen Einigungsprozess aktiven Theologen sind alle Kirchenvorsteher, Pfarrer und Prädikanten der Gemeinden im Dekanat am Sonntag, 30. Oktober um 15 Uhr ins evangelische Gemeindehaus nach Miehlen eingeladen. Für diesen Nachmittag ist eine Anmeldung erforderlich.
Für alle anderen Interessierten ist Noack am selben Tag um 19 Uhr zu erleben. Er hält nämlich in der evangelischen Kirche in Miehlen die Predigt im traditionellen Reformationsgottesdienst des evangelischen Dekanats St. Goarshausen, der dieses Jahr ausnahmsweise schon einen Tag vor dem eigentlichen protestantischen Gedenktag stattfindet. Nach dem Gottesdienst haben deren Besucher die Möglichkeit, während eines Empfangs im Gemeindehaus untereinander und mit dem Prediger ins Gespräch zu kommen.
Axel Noack war zwölf Jahre Bischof der evangelischen Kirchenprovinz Sachsen, trat 2009 von seinem Amt ab, um der mit der thüringischen Kirche fusionierten Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland einen Neustart zu ermöglichen. Nach der Wende engagierte sich Noack an der Bürgerbewegung, arbeitete 1989 und 1990 etwa am „Runden Tisch“ mit, war darüber hinaus insbesondere am Zusammenschluss des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beteiligt; er ist Vorsitzender der AG Missionarische Dienste im Diakonischen Werk der EKD.
Seit Sommer 2009 hat er einen Lehrauftrag für kirchliche Zeitgeschichte und territoriale Kirchengeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Ursprünglich wollte Noack Mathematiker werden. Er besuchte in Halle die Schule, absolvierte nach dem Abitur eine Betriebsschlosser-Lehre, wurde dann allerdings aufgrund seiner Verweigerung, Wehrdienst zu leisten, nicht zu einem Mathematikstudium zugelassen. Von 1969 bis 1975 studierte er Theologie in Naumburg (Saale), war von 1978 bis 1985 Studenten- und Kreisjugendpfarrer in Merseburg und von 1985 bis 1997 Gemeindepfarrer in Wolfen (Kirchenkreis Bitterfeld).
Kirchenvorsteher, Pfarrer, Prädikanten und Lektoren, die an dem Studiennachmittag mit Axel Noack teilnehmen möchten, werden gebeten, sich im Dekanatsbüro anzumelden unter Telefon 06772-963523 oder E-Mail
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