An Rhein und Lahn 42500 Euro f?r Brot f?r die Welt gespendet Drucken E-Mail

thumb_1a-bfdw-2011-ve75841RHEIN-LAHN. (20.Juli 2011) Spendenfreudig zeigten sich im vergangenen Jahr wieder die Menschen in den evangelischen Rhein-Lahn-Dekanaten für die Aktion „Brot für die Welt“. Rund 42.500 Euro wurden dort allein durch die Kollekten zum Erntedankfest und Heiligabend erzielt. Im gesamten Kirchengebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) konnte die Aktion im Jahr 2010 Spenden in Höhe von 3.733.979 Euro sammeln, davon rund 1,64 Millionen Euro durch die beiden Feiertagskollekten.

Dies ist eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr von etwas über einem Prozent. Auch in den evangelischen Dekanaten Diez, Nassau und St. Goarshausen waren die Christen wie gewohnt sehr spendenfreudig. Im Dekanat Diez kamen 14.710,99 Euro, im Dekanat Nassau 12.015,91 Euro und im Dekanat St. Goarshausen, einem der kleinsten in der EKHN, die schöne Summe von 15.716 Euro zusammen.

Bundesweit konnte die Aktion Brot für die Welt im letzten Jahr ihre Spenden um 13,5 Prozent steigern. Die thumb_1a-bfdw-2011-jbo703381Spendensumme beträgt 62.128.268 Euro. Das sind 7,4 Millionen mehr als im Vorjahr und das viertbeste Spendenergebnis in der Geschichte von Brot für die Welt. Die Direktorin von Brot für die Welt Cornelia Füllkrug-Weitzel dankte allen Spenderinnen und Spendern für Ihre Hilfsbereitschaft und das Vertrauen, das sie Brot für die Welt entgegenbringen.

Sie appellierte gleichzeitig, dass die Energiewende nicht auf Kosten der Armen gehen dürfe. Durch den Bedarf an Agroenergie und Agrokraftstoffen würden für die Ernährung wichtige Ackerflächen besetzt. Der Mangel an Nahrungsmitteln wiederum setze eine Preisspirale auf den Weltagrarmärkten in Bewegung, die die Anzahl der Hungernden voraussichtlich bald wieder über die Marke von einer Milliarde Menschen treiben werde.

Füllkrug-Weitzel nannte einen konkreten Fall aus Sierra Leone, einem der ärmsten Länder der Welt. Dort habe das Schweizer Unternehmen Addax 57.000 Hektar Land gepachtet. Auf 12.000 Hektar solle Zuckerrohr angebaut werden für Bioethanol, das in der EU zur Erfüllung der Biospritquote dem neuen E10-Kraftstoff beigemischt wird. Füllkrug-Weitzel: „Eine Studie weist nach, dass Addax Kleinbauern in die Not treibt, weil versprochene Kompensationsleistungen nicht erbracht wurden und Menschenrechte gefährdet werden. Das ist nicht nachhaltig, sondern menschenverachtend.“ Auch in Mosambik erhielten ausländische Investoren fruchtbares Land zum Zuckerrohranbau.

Das hier angesprochene Thema, die immer stärkere Nutzung von Land durch große Konzerne, die auf den Flächen Agrotreibstoffe anbauen, wird als „Landgrabbing“ bezeichnet. Landgrabbing und seine Auswirkungen stehen im Fokus der im kommenden Advent beginnenden 53. Sammelaktion.

Weltweit wurden im Jahr 2010 insgesamt 1020 Projekte gefördert. Im Mittelpunkt der Arbeit von Brot für die Welt steht stets die Hilfe zur Selbsthilfe. Brot für die Welt fördert Projekte in den Bereichen Ernährungssicherung, Gesundheit, HIV/AIDS, Bildung, Kinder und Jugend, Menschenrechte und Klimaschutz.

Spenden für Brot für die Welt nimmt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau unter dem Konto 4100 000 bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft Frankfurt, BLZ: 520 604 10 Stichwort: Brot für die Welt, entgegen.

Fotos: Ralf Maro/Jörg Böthling, Brot für die Welt