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BAD EMS. (18.Februar 2011) Reisefreudig ist sie, die Orgelkommission der evangelischen Kirchengemeinde Bad Ems. Immerhin gilt es eine wichtige und weit reichende Entscheidung zu treffen: welche Orgelbaufirma macht das Rennen und bekommt den Auftrag zum Bau der neuen Orgel in der evangelischen Martinskirche? Um der Antwort näher zu kommen reiste die Kommission in den Norden Deutschlands.
Von ursprünglich vier Orgelbaufirmen, deren Werkstätten und Referenzorgeln die Kommission im Jahr 2005 besucht hat, sind jetzt noch zwei im Wettbewerb. Auf der Orgelfahrt nach Hamburg und Duderstadt ging es darum, die Klangeindrücke von damals aufzufrischen und anhand strenger Auswahlkriterien die verbliebenen beiden Orgelbaufirmen einer eingehenden Prüfung zu unterziehen.
Die erste Station der Orgelfahrt führte die Gruppe nach St. Pauli, dem berühmten Hamburger Stadtteil. In der dortigen gleichnamigen Kirche steht die just an jenem Wochenende fertig gestellte und am Sonntag im Einweihungskonzert präsentierte Orgel der Orgelbauwerkstatt Bartelt Immer aus Norden/Ostfriesland. Dieser Orgel galt dann auch am folgenden Vormittag die ganze Aufmerksamkeit der Gruppe, hat sie doch die gleiche Größe wie die geplante Orgel in der Martinskirche.
Nachdem dieses Instrument ausführlich in Ohren- und Augenschein genommen war, ging es gleich weiter in das etwas westlich von Hamburg gelegene Stade im „Alten Land“. Hier galt es einer historischen Orgel zu lauschen, vollendet vom bedeutendsten norddeutschen Orgelbauer, Arp Schnitger, aus dessen Tradition auch die Werkstatt von Bartelt Immer aus Norden erwuchs. Nachdem sich die ersten klanglichen und optischen Eindrücke etwas gesetzt hatten, wurde mit Duderstadt im Harzvorland die nächste und letzte Station auf dieser Orgeltour angesteuert. In der katholischen St. Cyriakuskirche steht die im Jahre 2006 von der Firma Eule aus Bautzen restaurierte und rekonstruierte Barockorgel des Johannes Creutzburg, der sie 1735 vollendete.
Erfüllt und mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen trat die Gruppe dann die Heimfahrt nach Bad Ems an. Damit ist sie noch nicht am Ziel angelangt, denn die schwerste Aufgabe steht ihr noch bevor: aus den beiden Angeboten das Überzeugendste im Hinblick auf den Raum der Martinskirche und die Eignung als Gottesdienst- und Konzertinstrument auszuwählen. Die in jeder Hinsicht spannende Entscheidung des Kirchenvorstandes wird dann auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins zu Renovierung der Martinskirche am Sonntag, dem 3. April im Anschluss an den Gottesdienst um 11 Uhr bekannt gegeben.
Wer in der Zwischenzeit und darüber hinaus für die neue Orgel spenden möchte, kann dies auf folgendes Spendenkonto tun: Nassauische Sparkasse Bad Ems, Konto 552 271 488, BLZ 510 500 15
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