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NASSAU/RHEIN-LAHN. (21. Februar 2011) Mit einer neuen Konzeption startet der Berufsbildungs- und Integrationsservice der Stiftung Scheuern, um Menschen mit Behinderungen künftig noch besser auf das Arbeitsleben vorzubereiten. Der Berufsbildungs- und Integrationsservice, kurz BIS, stellt sich damit den neuen Anforderungen seitens der Bundesagentur für Arbeit. Der Berufsbildungs- und Integrationsservice entwickelte hierzu eigens ein Durchführungskonzept, welches binnen kürzester Zeit von der Agentur für Arbeit genehmigt wurde.
Die Anwendung und Umsetzung des Konzeptes wird zukünftig regelmäßig durch die örtliche Arbeitsagentur überprüft. Der Berufsbildungs- und Integrationsservice Bad Ems wird von Ralph Wick geleitet. Das Ziel von BIS ist es, verstärkt Menschen mit Behinderungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln oder sie so zu befähigen, dass die Ausübung einer qualifizierten Tätigkeit möglich ist.
BIS orientiert sich an Ausbildungsinhalten allgemeiner Berufsbilder. Das Team besteht aus 6 Bildungsbegleitern, die die individuellen Fähigkeiten der Menschen im Blick haben. Gleichzeitig sind sie Vertrauenspersonen, unterstützen eine größtmögliche berufliche Teilhabe und kümmern sich um die persönliche Zufriedenheit der Teilnehmer. Auch für Menschen mit einem hohen Assistenzbedarf werden passgenaue Schulungen und Bildungsmaßnahmen angeboten.
Neben der Qualifizierung fachlicher Kompetenzen wird die Weiterentwicklung von Schlüsselkompetenzen gefördert. Dazu gehören zum Beispiel allgemeine Fähigkeiten wie Motivation, Flexibilität oder Zuverlässigkeit. Auf der Suche nach geeigneten Beschäftigungen prüft BIS alle Möglichkeiten beruflicher Teilhabe, zum Beispiel ob ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, eine Ausbildung, ein Praktikum, ein begleiteter Arbeitsplatz in einem Unternehmen oder ob ein Arbeitsplatz in der Werkstatt in Frage kommt. Für Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderungen in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis übernehmen möchten, gibt das Land Rheinland-Pfalz dauerhaft Zuschüsse zu Lohnkosten über das Modellprojekt „Budget für Arbeit“.
Auch räumlich hat sich der Berufsbildungs- und Integrationsservice auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen optimal eingestellt. In neuen Schulungsräumen auf der Wipsch 1 in Bad Ems findet Unterricht vergleichbar mit dem Angebot einer Berufsschule und auch die Erhebung persönlicher und beruflicher Kompetenzen statt. In der Regel besteht ein Kurs aus fünf bis acht Teilnehmern, die auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet werden.
Im April 2011 wird der Berufsbildungs- und Integrationsservice der Öffentlichkeit vorgestellt. Unter dem Dach des Berufsbildungs- und Integrationsservice ist auch das Modellprojekt Bildungs- und Qualifizierungsmanagement (Bi & Qu) angesiedelt. Bildungskoordinatorin Melanie Willuweit ist verantwortlich für die Umsetzung und Durchführung beruflicher Schulungsmaßnahmen im Arbeitsbereich der Werkstätten der Stiftung Scheuern, damit Menschen mit Behinderungen eine bestmögliche Qualifizierung und Förderung erhalten, um auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen oder in anspruchsvollen Werkstatt-Arbeitsfeldern tätig sein zu können.
Dabei analysiert, dokumentiert und kommuniziert Melanie Willuweit den Bildungs- und Qualifizierungsprozess (Bi & Qu) nicht nur innerhalb der Stiftung Scheuern, sondern pflegt auch den Kontakt zu anderen Werkstätten aus ganz Rheinland-Pfalz. Partner von Bi & Qu sind das rheinland-pfälzische Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familien und Frauen und die Landesarbeitsgemeinschaft Werkstatt für behinderte Menschen. Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes übernimmt das Institut für Technologie und Arbeit (ITA) aus Kaiserslautern. Insgesamt nehmen zwölf Werkstätten aus Rheinland-Pfalz an Bi & Qu teil, die sich regelmäßig über Vorgehensweisen und Fortschritte austauschen.
Kontakt: Berufsbildungs- und Integrationsservice Leitung Ralph Wick Wipsch 1 56130 Bad Ems Telefon: 02603/9318710 Email:
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