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RHEIN-LAHN. (2. September 2011) Einen herzlichen Empfang hat das evangelische Dekanat Nassau gestern Abend sechs afrikanischen Gästen aus dem Partner-Distrikt Mabira (Tansania) bereitet. Vertreter der fünf Pfarreien und ihr Delegationsleiter Pfarrer Blasio Tinkasimile hatten eine lange Anreise hinter sich. Fast vier Tage waren sie aus ihren Orten nach Daressalam unterwegs, von wo aus sie nach einem elfstündigen Flug in Frankfurt ankamen.
In der evangelischen Martinskirche Bad Ems begrüßten sie die Mitglieder des Partnerschaftsausschusses. Drei Wochen verbringen die Afrikaner im Dekanat Nassau. Neben der Besichtigung vieler Sehenswürdigkeiten stehen zahlreiche Gespräche über Inhalte und Projekte der Partnerschaft auf dem Besuchsprogramm. Es wird unter anderem Begegnungen mit Schülern und Vertretern einer islamischen Gemeinde geben.
Höhepunkt des Aufenthaltes wird der Partnerschaftssonntag am 11. September sein. Dann feiern deutsche und tansanische Christen das 30-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft. Das große Partnerschaftsfest auf dem Gelände der Stiftung Scheuern in Nassau beginnt um 11 Uhr mit einem großen Festgottesdienst, zu dessen Gunsten die meisten Kirchengemeinden auf einen eigenen Gottesdienst verzichtet haben.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen um 12.30 Uhr erwartet die Festgäste ein Programm, das unter anderem die Entwicklung der Partnerschaft und deren Höhepunkte in Bildern Revue passieren lässt. Während einer Podiumsdiskussion wird über die Bedeutung der Ökumene und des internationalen Austauschs gesprochen und die Frage, was einer vom anderen lernen kann. Jugendliche werden außerdem in einigen kurzen Spielszenen die unterschiedlichen Lebensweisen in den beiden Ländern anschaulich vorführen. Musikalische Beiträge mit Gesang und Trommeln runden das Programm des Partnerschaftsfestes ab.
Wer keine Transportmöglichkeit zur Stiftung Scheuern hat, kann sich entweder mit dem Pfarramt oder dem Dekanat in Verbindung setzen; bei Bedarf werden Mitfahrgelegenheiten organisiert.
 Jeweils zu Zweit sind die afrikanischen Gäste bei Familien in der Region untergebracht; nach einer Woche wechseln sie ihre Gastfamilien. „Wir freuen uns sehr, dass die Reise gut verlaufen ist“, sagte der Präses des evangelischen Dekanats Nassau, Dr. Frank Zimmerschied beim Empfang im evangelischen Gemeindehaus in Bad Ems. „Come and see!“ zitierte er einen Satz aus der Bibel, die bei allen unterschiedlichen Lebensverhältnissen das verbindende Element der 30-jährigen Beziehung und Verbundenheit geblieben ist. Bernd-Christoph Matern
Kleiderkammer in Nastätten kennen gelernt
Eines der ersten Ziele, das die Gäste aus Mabira ansteuerten, war am Freitagvormittag die Kleiderkammer der evangelischen Kirchengemeinde in Nastätten. Dort stöberten sie in den Beständen und fanden eine Reihe tragbarer Kleider und Schuhe, die für gute Laune unter den Besuchern sorgten und die Koffer auf der Heimreise etwas füllen wird.
Im September 1998 entstand in dem kleinen Gebäude am Innenhof hinter der evangelischen St. Salvator-Kirche in Nastätten die Kleiderkammer, die von einem guten Dutzend ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen betreut wird. Sie nehmen saubere und gut tragbare Kleidungsstücke entgegen, die der eine nicht mehr benötigt, ein anderer jedoch noch gut gebrauchen kann, und geben sie gegen eine geringe Spende weiter. Diese Dienstleistung kann jeder – unabhängig von seinem Einkommen – in Anspruch nehmen. Der Spendenerlös kommt der Kirchengemeinde zu Gute zur Erfüllung sozialer Aufgaben. Unterstützt werden damit hilfsbedürftige Familien und soziale Einrichtungen. Bis zu 30 Personen warten manchmal vormittags auf die Öffnung der Kammer. (bcm)
Die Kleiderannahme ist montags von 16.30 Uhr bis 18 Uhr.
Die Kleiderausgabe ist donnerstags von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr.
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