Diezer erhalten EKHN-F?rderpreis f?r Gemeindebrief Drucken E-Mail

thumb_1a-gbp11preisuebergabeDIEZ/FRANKFURT. (30. September 2011) Strahlende Gesichter in der Diezer Stiftskirchengemeinde: ihr Gemeindebrief wurde mit einem Förderpreis der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ausgezeichnet. Damit werde die „enorme Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren“ prämiert. Im Namen der Kirchenleitung überreichte Propst Dr. Sigurd Rink die sechs Förderpreise sowie einen Sonderpreis Innovation und einen Förderpreis Layout. Der mit 1500 Euro dotierte Hauptpreis ging an die „Zack“-Redaktion der Christuskirchengemeinde Bad Vilbel.

"Das berührt einen doch, wenn das Engagement solche Früchte trägt“, zeigte sich Holger Kniese bewegt über die Auszeichnung. „Da steckt viel Arbeit und Herzblut drin“, freute sich auch Dieter Wedlich, Vorsitzender des thumb_1a-gbp11-spannungKirchenvorstandes, über die Prämierung der Publikation und über das damit honorierte Engagement der Redaktion, die mit sechs Mitgliedern bei der Preisverleihung in der Frankfurter St. Jakobskirche vertreten war und mit Spannung auf die Ergebnisse wartete, zumal sie als letzte Preisträger vor dem Hauptgewinn aufgerufen wurden.

Torsten Döring, Ilona Gasteyer, Ilse Güntner, Klaus Hofferberth, Holger Kniese sowie die Gemeindepfarrer Ingo Lüderitz und Gerd-Michael Scheuch sorgen alle drei Monate in einer thumb_1jury-begruendungAuflage von 2100 Stück zusammen mit Gastautoren für lesewerte Neuigkeiten aus und für die Gemeinde; rund 20 Sponsoren unterstützen die Herausgabe finanziell. „Wir basteln ja schon lange an dem Brief herum, aber die Auszeichnung ist sicher auch den Impulsen zu verdanken, die Pfarrer Ingo Lüderitz mit eingebracht hat“, erklärte Holger Kniese.

Unter 116 Einsendungen hatte es der Gemeindebrief unter die ersten sieben geschafft. „Innerhalb von zwei Jahren entstand ein interessantes Blatt, das unterschiedliche Themen anspricht, das in der Gestaltung große Fortschritte thumb_1a-gbp11-anschauungsmaterialgemacht hat und sich um den Kontakt mit seinen Leserinnen und Lesern bemüht“, zitierte Pfarrer Martin Reinel die Jurymeinung, als er zusammen mit Propst Dr. Sigurd Rink im Namen der Kirchenleitung den Preis überreichte. „Ein Blatt, das sich so entwickelt hat, ist in der Tat unbezahlbar wie auf dem Titel steht.“ Als Aushängeschilder und Visitenkarten der Kirchengemeinden, die die Vielfalt evangelischen Lebens zeigen, Teamgeist und Gemeinschaftssinn, ohne den Blick über den eigenen Tellerrand zu vergessen, bezeichnete Propst Dr. Sigurd Rink als Vertreter der Kirchenleitung die Gemeindebriefe.

Die Laudatio der festlichen Preisverleihung hielt Fernsehdirektor Manfred Krupp vom Hessischen Rundfunk, der auf thumb_1a-gbp11manfredkruppParallelen zwischen seinen und den Gemeindebrief-Redaktionen hinwies. Neugier sei die wichtigste Antriebsfeder des Redakteurs. Anspruchsvolles verständlich darzustellen und Populäres anspruchsvoll zu hinterfragen mache die Qualität von Sendungen und Briefen aus. „Gemeindebrief mag etwas antiquiert klingen, aber ich habe meine Vorurteile in den von der Jury ausgezeichneten Produkten nicht bestätigt gefunden“, so Krupp. Vielmehr sei er mit dem „prallen Leben“ in seiner ganzen Vielfalt und Bandbreite konfrontiert worden. In den Gemeindebriefen stecke der berechtigte Wunsch nach Heimat drin. Und man müsse sich auch in einer Redaktion nicht dafür entschuldigen, wenn man den Blick aufs Lokale, auf das, was den Menschen wichtig ist, richtet, „immer wissend, dass man Teil eines Größeren ist“.

Einen amüsanten Blick auf die Gestaltung der Briefe von einst und wie sie sich weiterentwickeln sollten, warf Öffentlichkeitsreferentin Yvonne Schnur und machte den Redaktionen Mut zu gestalterischen Lücken, klarem Design und attraktiven Fotos. Pfarrer Wolfgang Weinrich, Initiator des Förderpreises, erinnerte die Gäste der Preisverleihung daran, Verständnis und Interesse der Leserinnen und Leser bei der Arbeit in den Mittelpunkt zu rücken und dankte allen Sponsoren, die den Förderpreis überhaupt ermöglichen. Bernd-Christoph Matern

 

Bildunterzeile (Foto oben links): Propst Dr. Sigurd Rink (rechts) und Pfarrer Martin Reinel (links) überreichten den EKHN-Förderpreis Gemeindebrief an die Mitglieder des Diezer Redaktionsteams (von links): Holger Kniese, Ingo Lüderitz, Dieter Wedlich, Ilse Güntner, Klaus Hofferberth und Gerd-Michael Scheuch. Fotos: Matern

 

Hintergrund: Förderpreis

Der Förderpreis Gemeindebrief der EKHN ist mit 5.500 Euro der höchstdotierte Preis seiner Art. Er wird alle zwei Jahre verliehen. Unterstützt wird der Preis von der Bruderhilfe Pax Familienfürsorge, dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (gep), der Evangelischen Kreditgenossenschaft (EKK) mit Sitz in Kassel und Frankfurt, der Zeitschrift Evangelisches Frankfurt und der Evangelischen Sonntagszeitung. Kriterien bei der Auswahl sind Originalität, Themenvielfalt, Aktualität, journalistische Darstellungsformen, Druckqualität, deie grafische Gestaltung, ein überschaubares Layout, die Einbettung im Öffentlichkeitskonzept der Gemeinde und die Verwendung des Facettenkreuzes. Eine Jury, zu der Journalisten aus dem kirchlichen und dem säkularen Bereich sowie Förderer der Idee gehören, prämiert Redaktionen, die mit ihrem Gemeindebrief bewusst nach Qualität streben.

Hintergrund: Briefe als Chance

Die Gemeindebriefe sind Publikationen der Kirchengemeinden für ihre Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit. Über 90 Prozent der 1174 Kirchengemeinden im Gebiet der EKHN bringen eine solche regelmäßige und kostenlose Publikation für ihre Mitglieder heraus. Umfragen haben ergeben, dass sie weithin intensiv gelesen werden und allein in der EKHN eine Gesamtauflage von über einer Millionen Exemplaren erreichen. Sie sind damit das in Reichweiten stärkste Medium der evangelischen Kirche.