Förderverein wichtigster Zuschussgeber für Sozialstation Drucken E-Mail

thumb_1a-synodetremperDIEZ/RHEIN-LAHN. (8.März 2010) Für einen Mitgliederzuwachs des Fördervereins der Kirchlichen Sozialstation Diez hat der Vorstandsvorsitzende der Station Adolf Tremper während der Frühjahrstagung des evangelischen Dekanates Diez geworben. Mehr denn je bleibt die Station auf die Unterstützung durch Spenden angewiesen. Das zeigte der Haushalt, den die Synode in der ersten Sitzung ihrer Legislaturperiode einstimmig verabschiedete.

Zuvor hatte der Leiter der Regionalverwaltung Rhein-Lahn-Westerwald, Manfred Köhn, den Wirtschaftsplan für das laufende Jahr vorgestellt. Danach fällt das zu erwartende Betriebsergebnis der Station zwar 50.000 Euro besser aus als in der Prognose für 2009, weist aber immer noch ein Defizit von 20.000 Euro aus. Und weil die Zuweisungen von Landeskirche und dem Diakonischen Werk in Hessen und Nassau kontinuierlich zurückgehen, kommt den Zuschüssen über den Förderverein eine immer größere Bedeutung zu, so Köhn. „Wir können ein Polster für die nächsten Jahre gut gebrauchen.“

Adolf Tremper berichtete auch über die neuesten Entwicklungen innerhalb der Station. So wurde die Kooperation mit den Sozialstationen in Bad Ems und Nastätten, die bis Jahresende gemeinsam einen Geschäftsführer beschäftigten, aufgelöst. Zusammen mit der Diakoniestation Loreley-Nastätten soll jetzt eine halbe Geschäftsführer-Stelle ausgeschrieben werden, deren Kosten sich dann die beiden Träger – das Dekanat in Diez und der Vertreterverband innerhalb des Dekanates St. Goarshausen – teilen.

thumb_10-dekanrethersy0310Dekan Hans-Otto Rether hatte zuvor darauf hingewiesen, dass die Sozialstation zu den ureigensten Aufgaben des Dekanates zähle, als er der neu zusammengesetzten Synode anhand von Symbolen erläuterte, für was es überhaupt eines Dekanates bedarf. „Sicher werden in den Kirchengemeinden die Grundlagen von Verkündigung und Seelsorge gelegt“, so Rether; aber viele Aufgaben könnten von allen Kirchengemeinden allein nicht mehr bewerkstelligt werden. So sei das etwa mit der häuslichen Krankenpflege, die mit Einführung der Pflegeversicherung zudem komplizierten gesetzlichen Bestimmungen unterworfen sei, die ehrenamtlich kaum noch zu leiten und zu organisieren sei. Auch andere diakonische Angebote, Krankenhaus- und Notfallseelsorge zählen dazu.

Im Bereich der Kindergärten werde ebenso in den vergangenen Jahren übergemeindlich zusammengearbeitet, um modernen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden. Der Dekan erinnerte an die einzelnen und die dekanatsweite Konzeption für die Qualität in den Einrichtungen des Dekanats. „An dieser Stelle ist den Trägern und Leitungen zu danken, die diese Konzeption erarbeitet haben, eine der ersten in ganz Rheinland-Pfalz“, so Rether. Gleichzeitig erinnerte er an die dekanatsweite Jugendarbeit und die Kirchenmusik, die sich an den sich wandelnden Bedürfnissen der Jugend orientiere und die es ermöglichen, „Akzente zu setzen und die in der evangelischen Kirche traditionell wichtige Kirchenmusik zu pflegen“.

Dekanatsübergreifend werde schließlich in den Bereichen Bildung, gesellschaftliche Verantwortung und Öffentlichkeitsarbeit zusammengearbeitet und auch bei den Angeboten des Diakonischen Werkes. Eine Aufgabe des neuen Synodalvorstandes und der Synodalen werde es sicher sein, die vorhandene Qualität der Angebote immer wieder zu hinterfragen und nach Wegen zu suchen, ihre Sicherung den Situationen und Verhältnissen anzupassen. Bernd-Christoph Matern

Vorstand für Sozialstation gewählt

DIEZ/HAHNSTÄTTEN. Die Synode des evangelischen Dekanates Diez hat einen neuen Vorstand für ihre kirchliche Sozialstation gewählt. Ihm gehören an:
Pfarrer Adolf Tremper als Vorsitzender sowie Herbert Herold (Langenscheid), Dr. Udo Hofmann (Altendiez), Peter Meyer (Dörnberg), Christine Schmelzeisen (Wasenbach), Manfred Linke (Holzheim) und Christian Wuth (Diez), den die Synodalen zum stellvertretenden Vorsitzenden wählten.

Bildunterzeile(Foto oben links): Der alte und neue Vorsitzende der Kirchlichen Sozialstation Diez, Pfarrer Adi Tremper, informierte die Synodalen über aktuelle Entwicklungen innerhalb des dekanatsweiten Pflegeangebots. Fotos: Bernd-Christoph Matern 

Nähere Informationen zur kirchlichen Sozialstation und dem Förderverein erhalten Sie hier.