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HUNZEL/RHEIN-LAHN. (27.März 2011) „Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben?“ So hieß es immer wieder in der evangelischen Kapelle in Hunzel, in die Kirchengemeinde und das evangelische Dekanat St. Goarshausen am Wochenende eingeladen hatten, um der Menschen in Japan und in den nach Freiheit strebenden Staaten Nordafrikas zu gedenken.
Angesichts der Bilder von der Naturkatastrophe in Japan, der zerstörten Atommeiler und der kriegerischen Auseinandersetzungen in Libyen markierten die Sprecher aus Marienfels, Hunzel und Berg ein großes Fragezeichen hinter den Satz aus Psalm 46. Sie gaben Sprach- und Ratlosigkeit, Schock und Ängsten, die die Menschen auch hierzulande bewegen, Worte.
Auch für die Frage aller Fragen, wie Gott es zulassen kann, dass die von ihm gemachte Erde durch die Naturkatastrophe zum Feind der Menschen wird, die sie tragen und ernähren soll. Dann der Blick auf die von Menschen gemachte Reaktorkatastrophe: „Unser Vertrauen in die Technik ist zu einer tödlichen Falle geworden.“ Bilder von Tschernobyl kommen da in den Sinn; gerade im Dekanat St. Goarshausen sind diese sehr präsent, organisiert es doch bereits seit 20 Jahren Erholungsaufenthalte für Kinder aus dem verstrahlten weißrussischen Gebiet.
Erinnert wurde schließlich auch an das Aufbegehren der Menschen gegen ihre Unterdrückung in Nordafrika, wo über Jahrzehnte nur Ölvorkommen und Waffenlieferungen im Mittelpunkt des Interesses standen, was in Libyen jetzt so blutige Folgen auslöst.
Am Ende formulierte einer der Sprecher: „Wo bist Du? Wir verstehen dich nicht. Und trotzdem halten wir uns an dir fest. Wohin sonst sollten wir gehen. Und sagen es, stammelnd, verzagt und erschrocken, aber doch voller Hoffnung:
Gott ist unsre Zuversicht und Stärke,
eine Hilfe in den großen Nöten,
die uns getroffen haben.
Darum fürchten wir uns nicht,
wenngleich die Welt unterginge
und die Berge mitten ins Meer sänken,
wenngleich das Meer wütete und wallte
und von seinem Ungestüm die Berge einfielen!
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