Gesunde Pflege: alternde Haut genau beobachten Drucken E-Mail

thumb_1a-i55haut-seminar1NASTÄTTEN/RHEIN-LAHN. (29.März 2011) Für eine altersgerechte Hautpflege interessieren sich viele Menschen. Zumindest musste der von der Initiative 55 plus-minus des evangelischen Dekanats St. Goarshausen jetzt in der Diakoniestation Loreley-Nastätten initiierte Info-Nachmittag gleich zweimal angeboten werden, damit alle Angemeldeten Platz fanden. Jürgen Ackermann, Pflegedienstleiter der Station, informierte darüber, was bei der Pflege alternder Haut zu beachten ist, damit die „Wohlfühlhaut so lange wie möglich erhalten bleibt“.

Den Teilnehmern stellte er Pflegegrundlagen der Haut, dem „größten Organ des Menschen“ vor und warnte unter anderem vor einem „Auswascheffekt“, wenn zu häufig und unbekümmert gängige Pflegemittel dabei eingesetzt werden. Die seien nicht frei von Chemie, die die Haut reizen könnten, machte Ackermann seine Zuhörer mit den „vier P“ vertraut: Polyethylenglykole, Parfüm, Paraben und Paraffin.

Alternativen nannte er auch, etwa eine Buttermilch-Kamillentee-Mischung als Handpflege oder häufigeres Waschen mit reinem Wasser statt dem Griff zum mit Duft- und synthetischen Konservierungsstoffen angereicherten Deo. Er sensibilisierte für den PH-Wert der Produkte und startete mit den Teilnehmern einen Selbstversuch mit Produktproben, die allesamt nicht ohne Konservierungsstoffe auskommen. „Wenn’s weiß ist wie Quark und nicht duftet, kauft es ja niemand“, meinte ein Teilnehmer.

Jürgen Ackermann machte indes deutlich, dass es nicht darum gehe, die Pflegeprodukte allesamt schlecht zu machen, wenn sie an der Haut keine Veränderungen hervorrufen. „Generalrezepte in der Wahl der Pflegemittel gibt es nicht.“ Und es habe sicher auch etwas mit Lebensqualität zu tun, sich gegenseitig „riechen zu können“ oder sich „in seiner Haut wohl zu fühlen“. „Mein Wunsch ist, dass sie ab jetzt mehr auf sich und ihre Haut achten und etwa bei neuen Produkten beobachten, ob sich ihre Haut verändert.“ Erstes Anzeichen einer Unverträglichkeit könne eine Rötung der Haut sein, die eine Entzündung anzeigt.

Die Selbstbeobachtung könne eine medizinische Untersuchung keinesfalls ersetzen. „Wenn sie seit zehn Jahren das gleiche Deo nehmen und plötzlich eine Rötung feststellen, sollten sie gleich zum Arzt gehen.“ Dieter Zorbach, Sprecher der Initiative 55 plus-minus, dankte Ackermann für seine Ausführungen und meinte: „Wir können jetzt mit mehr Mut ins Geschäft gehen, weil wir eher beurteilen können, auf was wir dabei achten sollten und ob wir gut oder schlecht beraten werden.“

In der Reihe „Acht Nachmittage für meine Gesundheit“ der Initiative stehen noch folgende Themen auf dem Programm: 31. März: Essen und Lebensqualität, 7. April: Kraftquellen pflegen und fördern, 14. April: Nachbarschaftshilfe und Beratungsangebote. Ein Abschlusstreffen ist am 21. April geplant. Die Teilnahmekapazität für die Nachmittage ist allerdings weitgehend erschöpft. Mehr Infos unter Telefon 0 67 71/9 49 74. Mehr Informationen finden Sie auch hier.