Heinz Hufmann als neuer Seelsorger D?rnbergs eingef?hrt Drucken E-Mail

thumb_1pfr-heinzhufmannRHEIN-LAHN. (7.September 2011) Mit einem Festgottesdienst und einem Empfang ist Heinz Hufmann als neuer Gemeindepfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Dörnberg eingeführt worden. Damit hat die zweijährige Vakanz in der Gemeinde, der auch die Orte Charlottenberg, Dörnberg Hütte, Kalkofen, Dies, Gackenbach, Horbach, Hübingen und Kirchähr angehören, endlich ein Ende gefunden.

Im August 2009 verabschiedete die Gemeinde Hufmanns Vorgänger Markus Pfeiffer. Ein sehr engagierter Kirchenvorstand hatte unter Vorsitz von Heike Meyer die Verwaltungsgeschäfte fortgeführt und das Gemeindeleben aufrecht und lebendig erhalten. Ihr und dem Gremium galt denn auch ein großes Dankeschön für ihren Einsatz. Der Dekan des evangelischen Dekanats Diez, Pfarrer Christian Dolke führte den Amtsbruder an der neuen Wirkungsstätte ein. Zur Verschönerung der Feierstunde trug der Kinderchor mit seinem Gesang bei, die Dörnberger Möhnen bereiteten dem neuen Pfarrer beim Auszug ein blumiges Spalier. Gemeinde- und Vereinsvertreter machten dem neuen Seelsorger ihre Aufwartung.

Das Miteinander in der Ortsgemeinschaft ist dem neuen Gemeindepfarrer, der mit seiner Frau und zwei Kindern in Dernbach lebt und drei Tage in der Woche an seiner neuen Wirkungsstätte im Dörnberger Pfarrhaus arbeitet, ganz wichtig. „Das ist hier eine Atmosphäre, die mir gefällt“, sagt der 54-Jährige, der zuvor in Montabaur als Pfarrer tätig war. „Die Menschen sind offen, und wenn die Vereine ein Fest feiern, gehören auch Gottesdienst und Pfarrer dazu.“

Eine Lebensart und Umgebung, die ihn an seine 15-jährige Amtszeit in Roßdorf in der Rhön erinnert, nachdem er 1990 sein Vikariat in Thüringen absolvierte und heiratete. Wie sehr sich die Menschen in und rund um Dörnberg wieder einen Pfarrer gewünscht haben, zeige sich in den gut besuchten Sprechstunden, die er dort seit seinem Dienstantritt anbietet.

Als Kind einer Arbeiterfamilie ist Hufmann in Bremen geboren, entschied sich nach intensiver Mitwirkung in Kinder- und Jugendkreisen („ich habe mich dort immer sehr wohl gefühlt“) zum Theologiestudium, das ihn nach Münster, Tübingen und Göttingen führte. Sowohl seine Herkunft als auch berufliche Erfahrungen haben ihn zu einem beherzten Streiter für soziale Gerechtigkeit werden lassen, zuletzt hat sich das in seinem Engagement für die Tafelarbeit in Montabaur gezeigt.

Begegnungen während und nach seinem Studium, in der Altenpflege, der Bahnhofsmission oder in der Karlshöhe Ludwigsburg, die Menschen mit Behinderungen, psychischen Erkrankungen oder sozialen Problemen betreut, haben ihn geprägt, ebenso sein Sinn für die Ökumene und den interreligiösen Dialog, den er zuletzt im Nachbardekanat Selters pflegte. „Ich bin schon mit katholischen Kindern aufgewachsen“, so Hufmann. Dass Kirche den Menschen Heimat und Gemeinschaft gibt, in der Konfirmandenarbeit genauso wie im Umgang mit alten Menschen – das ist für ihn wichtig, und das setze vor allem den Kontakt mit allen Menschen im Kirchspiel voraus. Denen möchte er ein guter Seelsorger sein und sie gleichzeitig zum lebendigen Miteinander motivieren. Bernd-Christoph Matern