Herzlicher Empfang f?r Sandra Sch?fer in Lahnstein Drucken E-Mail

thumb_1a-einschaefer120611LAHNSTEIN. (21. Juni 2011) Einen herzlichen Empfang bereiteten die Lahnsteiner der neuen evangelischen Seelsorgerin für die Kirchengemeinde Niederlahnstein. In einem Festgottesdienst verpflichtete Dekan Friedrich Kappesser die neue Amtsschwester in der Christuskirche am Allerheiligenberg. Anschließend hießen zahlreiche Gäste im Gemeindehaus während eines Empfangs die Pfarrvikarin willkommen.

Für ein Zusammenspiel der Generationen sprach sich die Theologin unter anderem in ihrer ersten Predigt aus. Glaube sei nicht nur in den eigenen vier Wänden zu leben und Weisheit thumb_1a-einsch120611predigtmüsse weitergegeben werden, damit Alte träumen und Junge Visionen haben könnten, wie es in der Bibel hieß. „Auch beim Pfingstwunder waren alle zusammen“, so Schäfer, die mit dem Verweis auf die Zungensprache der „Pfingstler“ dazu aufrief, sich auch auf „fremde Sprachen“ und Fremdes einzulassen. Im übertragenen Sinne bedeute dies, auch mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die mit Kirche nicht so viel zu tun haben. „Es könnte sein, dass wir dabei selbst eine neue Sprache kennen lernen.“

Zuvor hatte Dekan Friedrich Kappesser die Pfarrvikarin verpflichtet und mit dessen Bruder Ralf und Ingrid Schäfer vom Kirchenvorstand für ihren Dienst gesegnet. Über den Grad des thumb_1a-einsch120611ausgangGlaubens und der Berufung einer Pfarrerin habe weder die Kirche noch die Gemeinde zu befinden und zu urteilen, genauso wenig wie über den Glauben jedes anderen Menschen. „Das ist eine Sache zwischen Gott und dem einzelnen“, so Kappesser.

Gleichzeitig erinnerte er daran, dass das Wirken als Pfarrerin wie als Kirchenvorstand an die Grundlage der Heiligen Schrift gebunden sein müsse. Auf dem Fundament Jesu Christi sperre sich eine Gemeinde gegen selbst zufriedenen Gemeindeegoismus, sondern weite ihre Grenzen in die Ortsgemeinde wie in alle Welt. „In einer Gemeinde sollen und dürfen sich die unterschiedlichsten Men¬schen zuhause fühlen, geborgen und aufgehoben wissen“, sagte Kappesser. Kirche gehe nie allein, sondern immer in der Verbundenheit mit anderen thumb_1a-einsch120611saalalleChristen. „Diese Aufgaben neu zu entdecken und zu gestalten, darin liegt eine Herausforderung gerade in unserer Zeit.“

thumb_1a-einsch120611gratulantenNach dem vom evangelischen Posaunenchor und Kirchenchor Niederlahnstein mitgestalteten Gottesdienst wünschte der Präses des evangelischen Dekanats Nassau, Dr. Frank Zimmerschied, der Theologin Gottes guten Geist, der bei all ihren Gaben und Fähigkeiten erst thumb_1a-einsch120611sektthumb_1a-einsch120611adie Pfarrerin aus ihr mache. Der Lahnsteiner Militärseelsorger Dr. Klaus Beckmann hoffte auf eine gute Zusammenarbeit mit der Kollegin und der katholische Bezirksreferent Manfred Steiger betonte die vielen thumb_1a-einsch120611foersterstadtGemeinsamkeiten zwischen thumb_1a-einsch120611gaesteden Konfessionen. "Wir sind gemeinsam unterwegs", erinnerte er an gemeinsame Pilgertouren zwischen evangelischen und katholischen Christen, und im Herzen sei man noch öfter gemeinsam unterwegs. Stadtbeigeordneter Gerd Förster gratulierte schließlich im Namen aller Lahnsteiner, diesseits wie jenseits der Lahn, zum Amtsantritt.

thumb_1a-einsch120611krampen„Sie werden nicht allein da stehen, wir werden sie unterstützen“, versprach Kirchenvorstandsvorsitzende Stefanie Krampen zu Beginn des Empfangs. thumb_1a-einsch120611geschenkkv„Ich hab‘ ein gutes Gefühl“, freute sich Sandra Schäfer auf den Dienst in ihrer ersten Gemeindepfarrstelle.

Bernd-Christoph Matern

 

Einen Bericht über Sandra Schäfer finden Sie hier

Bildunterzeile (oben links):
Zusammen mit dem Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Niederlahnstein führte Dekan Friedrich Kappesser Pfarrvikarin Sandra Schäfer als neue Gemeindepfarrerin ein. Fotos: Matern