Jahresfest der Stiftung Scheuern erinnert an Geist des Evangeliums Drucken E-Mail

thumb_1stiftung-jahresfest11NASSAU/RHEIN-LAHN. (30. Juni 2011) Die Stiftung Scheuern feierte ihren Geburtstag auch im 161. Jahr des Bestehens mit einem Fest. Zum Jahresfest hatten sich Jung und Alt eingefunden, um auf der Festwiese den Tag fröhlich zu begehen. Auf dem Programm standen zahlreiche Mitmach-Aktionen auf dem ganzen Festgelände und musikalisch-rhythmische Darbietungen im Zentrum der Festwiese.

Der Förder- und Freundeskreis unterstützte die Stiftung mit den Einnahmen aus einem Flohmarkt und Die Mühlenbäcker aus Westerburg spendeten die Hälfte ihres Tageserlöses. Wetterbedingt eröffneten Pfarrer und Direktor Eckhard Bahlmann und Pfarrerin Andrea Beiner die Geburtstagsparty mit einem Gottesdienst im Versammlungsraum der Stiftung Scheuern. Pfarrerin Beiner freute sich, den Raum bis auf den letzten Platz gefüllt zu sehen. Viele Gäste, Angehörige und Freunde der Stiftung waren gekommen, um den Gottesdienst unter Mitwirkung des Chores zu feiern.

Bahlmann nutzte in seiner Predigt die Gelegenheit den erst im Januar eingeführten neuen Namen der Stiftung Scheuern vorzustellen und die bleibende Verbindung zur Diakonie zu betonen. Der Claim „Im Leben leben“, den sich die Stiftung gewählt hat, verdeutliche sehr treffend das Ziel der Einrichtung. Es gehe um „Solidarität, Engagement und Barmherzigkeit für die, die leicht unter die Räuber fallen können“ sagte Bahlmann mit Blick auf das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter. Schwachen zu helfen, mitten im Leben zu stehen, das sei gleichzeitig Aufgabe und Ziel diakonischer Einrichtungen.

Die Verbundenheit zu Evangelium und Kirche machte Bahlmann mit dem Predigttext und einem Zitat aus einem Kirchenlied deutlich, in dem es heißt, jeder solle seinem „Nächsten nütz sein“. „Dann“, so Bahlmann, „ist der Geist des Evangeliums in der täglichen Arbeit spürbar“ und jedem kann „Im Leben leben“ gelingen.

Bei besserem Wetter erfreuten sich die Gäste an den Open-Air-Angeboten, die zum Mitmachen einluden. Vom Wettnageln, über die Gestaltung von Bilderrahmen und Herzanhängern bis hin zum Drucken auf Stoff – auch eine Möglichkeit, sich dem neuen Logo der Stiftung Scheuern zu nähern – konnten sich die Festbesucher aktiv beteiligen. Informativen Charakter hatte der Stand des Projekts Dezentralisierung, deren Mitarbeiter sich den Fragen der Festbesucher stellten, und der Stand des Betreuerrats, der unter anderem den Landesaktionsplan für Menschen mit Behinderungen vorstellte.

So gab es nicht nur bei Kaffee und Kuchen und anderen kulinarischen Verlockungen reichlich Gelegenheit zu Austausch und Begegnung. Zugunsten der Stiftung machten viele Gäste ein Schnäppchen auf dem Flohmarkt, den der Förder- und Freundeskreis organisiert hatte. Die Hälfte seines Tageserlöses stiftete Rudolf Jung, Kooperationspartner der Stiftung und Inhaber der Westerburger Bäckereikette „Die Mühlenbäcker“, die ebenfalls mit einem Stand vertreten waren.

Im Zentrum der Festwiese sorgten die Shadnicks und die Yellow-Submarine-Band aus Bad Ems für Stimmung und zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit zum Tanz. Die Band der Stiftung Scheuern, „Die fliegenden Noten“ und die Rhythmusgruppe „Crazy Grooves“ (Foto)  begeisterten mit ihren schwungvollen Liedern und einer Trash-Drumming-Aktion auf Regentonnen das Publikum. Am Ende des Tages zog Direktor Bahlmann ein positives Fazit: „Das war ein schöner Tag mit tollen Aktionen und vor allem ganz vielfältigen Möglichkeiten, sich zu begegnen.“ Manuela Nörtershäuser