Kammermusik zur Renovierung der evangelischen Martinskirche Bad Ems Drucken E-Mail

thumb_1a-ev-martinskircheems2011BAD EMS. (3. März 2011) Sieben Musiker - eine Epoche: ein ganzer Konzertabend war in der evangelischen Martinskirche in Bad Ems der barocken Kammermusik gewidmet. Unter dem Motto „Laudamus te - wir loben dich“ gestaltete das Barock-Ensemble Werke unterschiedlicher Komponisten. Sätze aus Kantaten und Instrumentalwerke wechselten sich dabei ab.

Ungewöhnlich war die Besetzung aus zwei Geigen, Blockflöte, zwei Singstimmen, Kontrabass und Cembalo. In geschickter Abfolge der Stücke und unterschiedlichen Besetzungskombinationen entstand ein buntes Klangbild. Lediglich der Cembaloklang bildete gleichsam das Kontinuum und garantierte durch das Spiel von Esther Thrun einen guten Zusammenhalt.

Dafür sorgte auch Peter Seibeld am Kontrabass, der dem Gesamtklang mit seiner wunderbar schlanken Tongebung sicheres Fundament verlieh. Ebenso gut harmonierten die beiden Sängerinnen Martina Griese und Antje Seibeld, die mit ihren klaren Stimmen und guter Textverständlichkeit der barocken Klangrede jederzeit gerecht wurden. Auch die beiden jungen Geigerinnen Jaqueline Regehr und Dorothea Gerber vermochten mit ihrer Unbekümmertheit den Stücken ihren eigenen spielerischen Reiz abzugewinnen.

Mit Franz-Rudolf Kuhnen hatte das Ensemble einen echten Barock-Spezialisten für das Konzert gewonnen. Versiert in der Solo-Fantasie vom flämischen Barockkomponisten van Eyck und geradezu mitreißend in Hotteterres Flötensuite stellte Kuhnen sein Können unter Beweis.

Mit reichlichem Applaus und vor allem mit einer ansehnlichen Kollekte zugunsten des Fördervereins zur Renovierung der Martinskirche bedankte sich die Zuhörerschaft bei den Musikern für diesen außergewöhnlichen und eindrucksvollen Konzertabend. (fb)