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RHEIN-LAHN/FRANKFURT. (18. August 2010) Mit der Ausstellung „Wir scheuen keine Konflikte" möchte die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau zeigen, wie Konflikte in Krisen- und Nachkriegsregionen friedlich gelöst werden können und auf die Arbeit des zivilen Friedensdienstes aufmerksam machen. Die Ausstellung wird am Mittwoch, 25. August 2010 um 18.30 Uhr von Pröpstin Gabriele Scherle eröffnet.
Die Ausstellung ist bis zum 14. Januar 2011 von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr im Zentrum Ökumene, Praunheimer Landstraße 206 in Frankfurt zu sehen. „Ganz neue Ideen, wie Konflikte friedlich gelöst werden können, will die Ausstellung zeigen", freut sich Pfarrerin Mechthild Gunkel.
Im Nordwesten Kolumbiens beispielsweise arbeitet eine Theaterpädagogin als Friedensfachkraft und nutzt das Forum Theater zur freien Meinungsäußerung für die Opfer des Krieges. Das hilft sowohl den Schauspielern, als auch den Zuschauern, um die Erfahrung von Gewalt und Krieg zu reflektieren und seelische Wunden zu heilen. "Ich hoffe auf großes Interesse von Schulen und Gemeinden.", so Gunkel, denn die Ausstellung, die aus 15 farbigen Plakaten besteht, sollte in Schulen, Gemeinden oder von Friedensgruppen gezeigt werden. Die Plakate und dazu gehörende Unterrichtsmaterialien können kostenlos bestellt werden. Auch Friedensfachkräfte, die von ihren Einsätzen berichten, werden vermittelt.
Seit 1999 waren mehr als 500 speziell ausgebildete Friedensfachkräfte in 50 Ländern im Einsatz - um lokale Kräfte in ziviler Konfliktbearbeitung auszubilden. Sie behandeln traumatisierte Menschen oder begleiten ehemalige Soldaten auf dem Weg ins zivile Leben. Sie unterstützen die Menschenrechtsarbeit und dämmen Gewalt ohne militärische Mittel ein oder gewähren als internationale Augenzeugen allein schon durch ihre Anwesenheit Schutz. Sie arbeiten immer mit lokalen Partnerorganisationen zusammen und bringen neue Sichtweisen in schwierige Kontexte ein.
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