Kinder und Senioren entdecken Wurzeln von Baum und Mensch Drucken E-Mail

thumb_1a-kikitagd11-aDAUSENAU/BAD EMS. (27.Oktober 2011) „Alt wie ein Baum möchte ich werden“ war der Kinderkirchentag der evangelischen Kirchengemeinde Dausenau überschrieben. Und so stand nach einem gemeinsamen Mittagessen im Kindergarten in diesem Jahr eine Exkursion der fünf- bis zwölfjährigen Teilnehmer ins Georg-Vömel-Haus nach Bad Ems auf dem Programm.

In dem diakonischen Altenpflegeheim verbrachten die Kinder interessante und unterhaltsame Stunden und kamen dabei sowohl den Wurzeln von Bäumen als auch von Menschen ein ganzes Stück näher. Neugierige Senioren und viel Kreativität empfingen die kleinen Dausenauer im so genannten „Berner Zimmer“ des Hauses, denn die Bad Emser Einrichtung im Schanzgraben hat ihre Wurzeln im Schweizerischen Bern.

Mit den und für die Senioren wurden Waffeln gebacken. Dem Plausch zwischen Groß und Klein beim Kaffeetrinken folgte eine spannende Bastelphase. Gemeinsam malten sie auf Papier mit ihren Fingern bunte „Lebensbäume“, ein Handabdruck bildete jeweils die Krone. Die Wurzeln zierten die Namen von Eltern und Großeltern. „Weißt du denn noch wie Deine Eltern und Großeltern heißen?“, fragte ein kleines Mädchen eine thumb_1a-kikitagd11-dankkartenBewohnerin, und staunte, dass die Seniorin ihr gleich eine Antwort geben konnte.

Quasi als „Früchte“ kamen dann in der Baumkrone noch die Träume der Kinder hinzu, was sie etwa einmal beruflich machen möchten. Beim großen Abschlussgottesdienst im passend zum Thema mit Ästen und Rinde geschmückten Festsaal des Georg-Vömel-Hauses wurden die Kunstwerke vorgestellt, auch die Wunsch-Früchte wie „Baustellenchef“, „liebe Kinder haben“, „mit dem besten Freund eine Tierarzt-Praxis eröffnen“, „immer in Dausenau leben“ oder „ich möchte im Altersheim arbeiten“, ein Wunsch, der von den Bewohnern mit viel Beifall bedacht wurde.

Dausenaus Gemeindepfarrerin Monika Christ erinnerte an die am Nachmittag erlernten Gemeinsamkeiten zwischen Bäumen und Menschen, insbesondere die Wurzeln, die zur Nahrungsaufnahme dienen und Standfestigkeit verleihen je älter ein Baum oder Mensch wird. Kräftig und fröhlich sangen Alt und Jung viele Lieder von Wachstum und Bäumen, bevor sich die Kinder mit selbst gebastelten Grußkarten aus der Einrichtung verabschiedeten.

„Ihr habt ja richtig Leben in die Bude gebracht“, meinte Ruth Westermayer vom Bewohnerbüro des Vömel-Hauses und dankte herzlich im Namen der Senioren für den Besuch der kleinen Dausenauer und des engagierten Teams. „Ihr dürft gern wiederkommen!“. Bernd-Christoph Matern