Kinderhafen in Diez als Haus kleiner Forscher ausgezeichnet Drucken E-Mail

thumb_1kinderhafenrecktenwaldDIEZ/RHEIN-LAHN. (2. August 2010) Man drückt auf einen Schalter und das Licht geht an. Eigentlich selbstverständlich. Aber was steckt wirklich dahinter? Dieser und vielen weiteren Fragen sind die Schützlinge der evangelischen Kindertagesstätte „Kinderhafen“ in kleinen und größeren Experimenten auf den Grund gegangen. Als Belohnung für diese Neugier erhielt die Institution nun die Auszeichnung „Haus der kleinen Forscher“.

Mit einem Forschertag wurde das freudige Ereignis begangen. Seit vier Jahren gibt es die Initiative „Haus der kleinen Forscher“. Sie wurde von Stiftungen mehrerer großer Firmen gegründet und erhält Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Erziehende weiterzubilden, damit diese ihren Schützlingen die Gebiete Naturwissenschaft und Technik auf spielerische Weise näher bringen. Damit soll die Entwicklung der Kinder positiv beeinflusst werden.

So wird beispielsweise der weitere Bildungsweg der Kleinen erleichtert, die Chancengleichheit gefördert und zu selbstentdeckendem Lernen animiert. Seit 2008 nehmen die fünf Erziehenden des „Kinderhafens“ an regelmäßigen Fortbildungen in Mainz teil. Mittlerweile hat sich ein bundesweites Netzwerk der am Projekt teilnehmenden Institutionen entwickelt.

Zu Beginn standen Wasser und Luft im Vordergrund. Gemeinsam erarbeiteten die Mitarbeiter der Kindertagesstätte mit ihren Schützlingen verschiedensten Phänomene - Naturwissenschaft zum Anfassen. „Wir drängen den Kindern nicht stur eine Linie auf, oft fragen sie nach und kommen dann auf immer weitere Felder, in denen wir experimentieren können“, erklärte die Leiterin des Kinderhafens, Waltraud Kreutz.

Christa Welschof vom Schüllerlabor der Uni Mainz überreichte im Namen der Stiftung die Auszeichnung zum „Haus der kleinen Forscher“. Sie freute sich über das Engagement der Diezer Kindertagesstätte. Zwei große Experimente und 20 kleinere mussten durchgeführt und dokumentiert werden, um eine solche Auszeichnung zu erhalten. Man hat in den vergangenen Jahren also einiges bewegt. Dieter Wedlich gratulierte im Namen der evangelischen Stiftskirchengemeinde, des Trägers der Kita, und des Kirchenvorstandes.

Nach Kaffee und Kuchen durften die Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren ihren Eltern und Großeltern die einzelnen Experimente zeigen. Insbesondere der heiße Draht hatte es den Kindern angetan. Sie konnten unter anderem auch einen Stromkreis bilden und somit ein Lämpchen zum brennen bringen, eine Kartoffelbatterie bauen, durch ein mit Wasser gefülltes Fischglas die Lichtbrechung beobachten oder mit Taschenlampe und CD überprüfen in welche Farben sich Licht aufspaltet. Ein Schattentheater sorgte für verblüfftes Staunen bei Klein und Groß. Mithilfe des Forschertages sollten die gemeinsamen Erkenntnisse auch für die Eltern transparent gemacht werden.
Anika Recktenwald