Kirche auf der BUGA zeigt Sehnsucht und Wirklichkeit Drucken E-Mail

thumb_1a-wipbuga-marion-d-g-0911KOBLENZ/LAHNSTEIN. (9. September 2011) Ein Modell geht über den Laufsteg. Es trägt einen langen roten Rock und ein knappes grünes Oberteil. Die Frau ist schön und berühmt. Doch alles ist Fassade. Eine Sehnsucht. Ein Traum. Ihr gegenüber ist die Wirklichkeit zu sehen: eine junge Frau, die an Essstörungen leidet. Beide Frauen sind aus Ton. Die Figuren sind Teil eines Werkes der Ausstellung „Komm ins Paradies“, die Schüler des Marion-Dönhoff-Gymnasiums geschaffen haben und zur Bundesgartenschau in Koblenz zeigen.

In dieser Woche feierte die Ausstellung „Komm ins Paradies. Sehnsucht. Verführung. Traum und Wirklichkeit“ in der St. Kastor Kirche in Koblenz ihre Vernissage. 26 Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Kunst des Marion-Dönhoff-Gymnasiums in Lahnstein präsentieren dort ihre Auseinandersetzung mit dem Thema Paradies. Bis zum 26. September sind die Werke zu sehen, die in der Reihe „Ab ins Paradies...“ des ökumenischen Projekts „Kirche auf der BUGA“ ausgestellt werden.

"Die Botschaft des Werkes mit dem Modell ist, dass jeder und jede bleiben soll, wie sie selbst sind", erklärt die 17-jährige Lena Hammer ihre Arbeit, die sie in Zusammenarbeit mit zwei anderen geschaffen hat. Das Paradiesische an ihrem Werk sei der Traum und die Sehnsucht berühmt zu sein, die aber im Gegensatz zur Wirklichkeit stehe. Mit dem Motiv der Sehnsucht arbeitete auch Daniel Bielesch. Gemeinsam mit drei Klassenkameraden arbeitete er an einer Audiocollage. Dabei schnitten sie Werbesendungen zusammen, die ihrer Meinung am unrealistischsten deren Produkte anpriesen. „In der Werbung gibt es viele falsche Versprechungen“, sagt der 17-Jährige. „Sie spielen mit den Sehnsüchten der Menschen und bieten paradiesähnliche Zustände.“

Ein halbes Jahr lang haben die Zwölftklässlerinnen und –klässler ihre Werke vorbereitet. Enstanden sind sie unter der Leitung der Kunstlehrerin Konstanze Liefke. „Für uns war die Auseinandersetzung mit dem Paradies ein ideales Thema“, erklärt Liefke. In der Kunstgeschichte würde es vielerorts auftauchen. Nur die Bedeutung des Paradieses hätte sich gewandelt. „Früher wurde es von seiner religiösen Seite betrachtet. Heute nehmen Schüler das Paradies anders wahr.“ Und als sie vorgeschlagen habe, sich an der Ausstellungsreihe „Ab ins Paradies...“ zu beteiligen, so Liefke, „da sprudelte es bei den Jugendlichen“.

Beim Schülerprojekt „Ab ins Paradies…“ der „Kirche auf der BUGA 2011“ zeigen Schulen aus Koblenz und Umgebung in wechselnden Ausstellungen ihre Arbeiten zum Thema Paradiesbilder. „Kirche auf der BUGA 2011“ ist ein gemeinsames Projekt der Evangelischen Kirche im Rheinland und des Bistums Trier.

Das komplette Programm ist im Internet unter www.kirche-buga2011.de zu finden. Informationen gibt es auch in der Geschäftsstelle des ökumenischen Kirchenprojektes, Telefon 0261-97349124, E-Mail Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können .