|
 BAD EMS/RHEIN-LAHN. (8. Februar 2011) Ein Thema, das immer mehr Menschen auch an Rhein und Lahn betrifft und bewegt, greift das Künstlerhaus "Schloß Balmoral" in Bad Ems auf. Die Ausstellung „Kunst trotz(t) Demenz“ ist dort und in der evangelischen Johanniskirche Nassau vom 12. bis 27. Februar zu sehen und zeigt - ergänzt von einem Rahmenprogramm - Fotografien und Kunstwerke, die sich mit der Alterserkrankung aus unterschiedlichen Perspektiven auseinandersetzen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen von bekannten Fotografen angefertigte Portraits demenzkranker Menschen, Werke von Künstlern, die sich mit dem Verlust geistiger Fähigkeiten auseinandersetzen – so konnten für das Künstlerhaus Schloß Balmoral auch Werke von Joseph Beuys und Louise Bourgeois gewonnen werden – sowie künstlerische Arbeiten von Demenzkranken, wie diejenigen von Herbert Zangs.
Zu sehen sind beeindruckende Fotografien unter anderem von Ralf Braum, Michael Hagedorn und Elisabeth Heinemann. Im Künstlerhaus Schloß Balmoral werden darüber hinaus auch Fotografien von Peter Granser, eine Installation von Cornelia Rößler sowie die außerordentlichen Kunstwerke des noch nicht in die Kunstgeschichtsschreibung eingegangenen Anton Dobay ausgestellt.
Ein weiterer Bestandteil der Ausstellung im Künstlerhaus Schloß Balmoral ist ein Dokumentarfilm über Willem de Kooning. Eine Auswahl der in der Ausstellung präsentierten Werke sowie weitere Informationen finden Sie hier.
„Kunst trotz(t) Demenz“ wird in Kooperation mit der Stiftung Diakonie in Hessen und Nassau, dem Diakonischen Werk Rhein-Lahn und den Demenz-Netzwerken im Rhein-Lahn- Kreis präsentiert. Nach verschiedenen Stationen in Kirchenräumen, beispielsweise in Soest,Bad Kreuznach und Oppenheim, macht die Wanderausstellung „Kunst trotz(t) Demenz“ in Bad Ems erstmals in einem der Kunst gewidmeten Haus Station.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen, Malu Dreyer.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag, dem 11. Februar 2011, um 19.30 Uhr statt. „Kunst trotz(t) Demenz“ ist vom 12.-27.02.2011, Mo bis Sa 14-18 Uhr und So 11-17 Uhr, zu sehen.
Ein Gespräch mit der Rundfunkbeauftragten der evangelischen Kirche am Südwestrundfunk Annette Bassler mit dem Kurator der Ausstellung Andreas Pitz vom Diakonischen Werk in Hessen und Nassau anlässlich der Ausstellung in Oppenheim finden Sie hier.
Das Rahmenprogramm zur Ausstellung
Mittwoch, 16. Februar 2011, 19.30 Uhr Vortrag „Leben mit Demenz: vorbeugen, diagnostizieren, behandeln“ PD Dr. med. Andreas Fellgiebel, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (eine Veranstaltung des Demenz-Netzwerkes Lahnstein-Braubach)
Sonntag, 20. Februar 2011, 16.00 Uhr Musik und Lesungen - Lieder und Texte unter dem Motto Erinnern und Vergessen
Mittwoch, 23. Februar 2011, 19.30 Uhr Künstlergespräch „Über das Vergessen“ mit Andrea Esswein und Cornelia Rößler
Sonntag, 27. Februar 2011, 15.00 Uhr Führung durch die Ausstellung - Andreas Pitz, Kurator In der Evangelischen Johanniskirche, Kirchstraße, Nassau
Montag, 14. Februar, 18.30 Uhr Filmabend „An ihrer Seite“ (Regiedebüt der kanadischen Schauspielerin Sarah Polley - mit Oscar-Gewinnerin Julie Christie und Gordon Pinsent)
Montag, 21. Februar, 18.30 Uhr „Stiften tut gut“ – Informationen zum Stiften (Bernd Kreh, Stiftung Diakonie in Hessen und Nassau)
Sonntag, 27. Februar, 10.15 Uhr Gottesdienst zum Thema Demenz (Silke Funk, Pfarrerin) - anschließend Führung durch die Ausstellung (Andreas Pitz, Kurator) (Änderungen vorbehalten)
Nach Absprache sind Gruppenführungen und Workshops für Schulklassen sowie die Vorführung des Films „Kunst trotz(t) Demenz“ mit Einblicken in die Entstehung einiger Kunstwerke auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.
Nähere Informationen: Pflegestützpunkt Bad Ems, Stefan Hauser - Telefon 02603/5750; Künstlerhaus Schloß Balmoral, Dr. Danièle Perrier - Telefon 02603/9419-0.
Großes Interesse fand die Ausstellungseröffnung im Schloß Balmoral in Bad Ems, wo Kurator Andreas Pitz (am MIkrofon) und die künstlerische Leiterin des Künstlerhauses, Dr. Danièle Perrier die Werke kommentierten. Foto: Matern
|