Landessynode verweigert Cordelia Kopsch erneute Amtszeit Drucken E-Mail

FRANKFURT/RHEIN-LAHN. (23.November 2011) Die derzeit in Frankfurt tagende Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat die Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten Oberkirchenrätin Cordelia Kopsch nicht wieder gewählt. Ihre Amtszeit, die sie im Februar 2005 begonnen hat, endet im Januar 2013. Für ihre Nachfolge muss die EKHN nun geeignete Personen suchen.

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung bedauerte den Ausgang der Wahl. Er bezeichnete Kopsch als „loyale und verlässliche Stellvertreterin, die mein volles Vertrauen genießt“. Sie sei mit schwierigen Themen befasst gewesen, die auch in der Synode kontrovers diskutiert worden seien. Natürlich habe man die von Kopsch geleistete Arbeit bilanziert und habe sie dann im Einvernehmen mit dem Benennungsausschuss der Synode für eine Wiederwahl vorgeschlagen. Der Präses der Kirchensynode Dr. Ulrich Oelschläger zeigte Verständnis für die persönliche Tragik der Wahl, er wies auch darauf hin, dass der Ausgang der Wahl als synodaler Willen zu akzeptieren sei.

Die 152 Synodalen beraten bis Samstag unter anderem über den Haushalt 2012 und eine Erweiterung des Hauses der Stadtakademie in Frankfurt, das dann auch Sitz der Evangelischen Akademie Arnoldshain werden soll. Beraten wird in erster Lesung über eine neue Lebensordnung und einen Kooperationsvertrag mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der dort zeitgleich auch der Synode vorliegt. In der Lebensordnung werden die Standards der kirchlichen Amtshandlungen (Taufe, Trauung, Bestattung) sowie der Konfirmation und des Abendmahls beschrieben.