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RHEIN-LAHN. (4. November 2011) Jeder Mensch trauert auf eigene Weise. Der Schmerz des Verlustes will verarbeitet werden; gemeinsam geht das meist besser als allein. Auf neue Wege mit Trauer umzugehen, weist das Gesundheitstelefon der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) hin. Gerade der November mit trüben und dunklen Tagen trage dazu bei, dass die Gedanken und Gefühle vieler Menschen wehmütiger werden. Wer einen Angehörigen oder Freund verloren hat, leidet jetzt noch mehr.
Verwitwete Menschen etwa müssen plötzlich alleine klar kommen, das Enkelkind kann die Oma oder den Opa nicht mehr besuchen, die Klassenkameradin wartet nicht mehr vor der Schule auf die Freundin. So wie der Tod eines nahestehenden Menschen viele Auswirkungen hat, so sind auch die jeweiligen Trauerwege der Angehörigen individuell, so die LZG.
Je nach Beziehungsebene empfinde jeder Hinterbliebene den Tod des geliebten Menschen anders und trauere auf seine Weise. „Deshalb und weil man sich gegenseitig schonen will, ist ein Gespräch im engsten Kreis oder in der Familie oft nicht möglich.“ Es sei ratsam, sich außenstehenden Menschen zu öffnen und den Schmerz auszudrücken, der einen niederdrückt.
Außer Therapien mit Trauerbegleitern oder in Trauergruppen gibt es neuerdings beispielsweise auch Reisen für Trauernde. Bei diesen Reisen kann man sich etwa nach der langen Pflege des Verstorbenen erholen, aber auch mit Gleichgesinnten und Therapeuten austauschen, während man besondere Aufgaben übernimmt. Auch der Besitz eines Haustieres wird empfohlen. Durch einen Hund oder eine Katze hat man eine neue Aufgabe, fühlt sich nicht alleine und empfängt Trost.
Das LZG-Gesundheitstelefon informiert über die verschiedenen Phasen der Trauer und will helfen, diese zu verstehen und damit umzugehen. Mögliche Maßnahmen der Trauerbewältigung werden aufgezeigt. Der Ansagetext des Gesundheitstelefons ist rund um die Uhr unter der Telefonnum-mer 06131- 2069-30 abzuhören oder auch im Internet nachzulesen hier.
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