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RHEIN-LAHN/SINGHOFEN. (6.März 2011) Tausende Frauen aus dem Rhein-Lahn-Kreis fühlten sich am Wochenende im Gebet weltweit miteinander verbunden. Der Weltgebetstag der Frauen wurde dort in mehr als 60 Gemeinden in ökumenischen Gottesdiensten gefeiert. Ein Beispiel: die ökumenische Feier im evangelischen Gemeindehaus in Singhofen.
Dort wie in vielen anderen Gemeinden empfing ein chilenisch geschmückter Raum katholische wie evangelische Besucherinnen. Chile stand in diesem Jahr im Mittelpunkt der Begegnungen. Frauen des geografisch außergewöhnlichen südamerikanischen Landes hatten die Liturgie für die Feiern gestaltet, die unter dem Motto standen „Wie viele Brote habt ihr?“.
Mit Brotkörben, Krügen, einem Kreuz und weißen Tüchern zog das Singhofener Vorbereitungsteam in den Saal ein und gruppierte sich rund um die mit Textilien und anderen Accessoires auf dem Boden drapierte Landkarte von Chile vor dem Altar. Mit einem sehr ansprechenden Anspiel über die Geschichte von der Witwe von Sarepta wurde der biblische Bezug des Themas verdeutlicht. „Der Mehltopf wurde nicht leer und der Ölkrug versiegte nicht, wie Gott versprochen hatte“, heißt es darin.
Natürlich standen auch viele Informationen über Chile und die Lebensumstände chilenischer Frauen auf dem Gottesdienst-Programm. Dabei wurde deutlich, dass es in dem vielseitigen Land im übertragenen Sinne noch einige „Mehltöpfe und Ölkrüge“ zu füllen gibt, damit die Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen und sich die südamerikanischen Lebensbedingungen denen reicher Länder allmählich nähern können. Vertraute Lieder und chilenische Melodien wurden zwischendurch zum Loben und Danken angestimmt.
Gut gefüllt waren im Anschluss an die Andacht Töpfe und Schüsseln, die das Weltgebetstags-Team nach chilenischen Rezepten zubereitet hatte und den Besucherinnen kredenzte. Vom Eierbrot „Pan de huero“ über gefüllte Teigtaschen „Empandas de horno“, den Gemüsetopf „Locras“ und den Staudensellerie-Salat mit Avocados bis hin zu „betrunkenen“ Birnen „Peras borrachas“ als Nachtisch reichte die kulinarische Palette. Was manchmal sehr exotisch klang – den Singhofenerinnen schmeckte es und ließ die Verbundenheit mit den Frauen auf der anderen Seite der Erde auch durch den Magen gehen. Neben dem Weltgebetstags-Land Chile kamen dabei Austausch und Miteinander in der eigenen Gemeinde nicht zu kurz. Bernd-Christoph Matern
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