Mit Quiz in Katzenelnbogen Lust auf nachhaltiges Handeln geweckt Drucken E-Mail

thumb_1weltladenka200317_fotodekanatKATZENELNBOGEN/RHEIN-LAHN. (5. April 2017) „Was auf unserem Teller liegt, soll nicht nur uns satt machen, sondern auch die, die Lebensmittel für uns anbauen, verarbeiten und vermarkten“. Mit diesen Worten begrüßte Matthias Metzmacher, Pfarrer für gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat Nassauer Land die Besucher im Eine-Welt-Laden in Katzenelnbogen.

Dort machte die Fastenaktion des Dekanats „7 Wochen mit...“ Station, um die Verbraucher zum Wandel in Bewusstsein und Kaufverhalten zu motivieren. Das ehrenamtlich hoch engagierte Team des Katzenelnbogener Welt-Ladens und der Arbeitsgemeinschaft Eine Welt trage schon seit mehr als einem Vierteljahrhundert dazu bei, regionale Produkte bevorzugt auf den Einkaufszettel zu nehmen, fair gehandelte Produkte zu kaufen und bewusst weniger Müll zu produzieren. Das sind die drei Themen, denen sich die Fastenaktion verschrieben hat.

Die im Weltladen gelebte Idee eines internationalen fairen Handels sei wichtig auch für die Produzenten der heimischen Region und unerlässlich zur Erhaltung der Erde. Metzmacher berichtete von den Fastenaktions-Besuchen in Bad Ems, Nassau, Nastätten und Singhofen. Auch Verbandsgemeinde-Bürgermeister Harald Gemmer spitzte besonders die Ohren, als Metzmacher die fünf Kriterien erläuterte, die zur Anerkennung als Fairtrade-Town notwendig sind. Die Stadt Bad Ems hatte sich zuletzt im Rhein-Lahn-Kreis erfolgreich um dieses Siegel bemüht und wurde im März als solche anerkannt.

Auf sehr unterhaltsame Weise sorgte Regina Christ vom Eine-Welt-Team für konkrete Informationen zum Thema. Sie hatte ein Quiz mitgebracht, das der Politikwissenschaftler Nico Beckert für Schulklassen und Jugendgruppen entwickelt hat, das aber auch die erwachsenen Besuchern zum Nachdenken anspornte. Dabei ging es um Massentierhaltung, den CO-2-Ausstoß, Kakao-Anbau, Rohstoffe und den „Erdübelastungstag“. Er soll deutlich machen, dass die ökologischen Ressourcen der Erde endlich sind und die Menschen jährlich mehr und schneller davon verbrauchen, als die eine Erde hergibt und braucht, sich zu regenerieren. Die Rodung von Wäldern oder die Überfischung der Meere sind zwei Beispiele dafür.

Die Quiz-Gewinnerin erhielt eine Karte des neuen Weltladen-Sortiments „fairmail“. Für Matthias Metzmacher war auch dieser Besuch wieder ein kleiner, aber wichtiger Schritt, nicht nur in der Passionszeit Menschen für ein globales Denken und lokales Handeln zu gewinnen. Infos zum Mitmachen bei der Aktion finden Sie hier .