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NASSAU/GEISIG. (14. September 2011) Viele Besuche prägen das Programm, das die Delegation aus Mabira, dem afrikanischen Partner-Distrikt des evangelischen Dekanats Nassau derzeit absolviert. So stand gestern Abend etwa eine Begegnung mit der türkisch-islamischen Gemeinde in Nassau auf dem Programm und am Wochenende auch ein Besuch in Geisig, der gegenseitig mit Lebensverhältnissen und dem Alltag der Menschen in Süd und Nord bekannt macht, die 7000 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt leben.
Zu einem Besuch in der türkisch-islamischen Gemeinde in Nassau war die sechsköpfige Delegation aus Mabira mit Vertretern des evangelischen Dekanats Nassau eingeladen. Imam Naci Karadeniz und Vertreter der Gemeinde empfingen die Partnerschaftsgäste in der Moschee, um ihnen von ihrem Gemeindeleben und religiösen Riten wie etwa der Fußwaschung zu berichten.
Für die Gäste aus Afrika keine neue Erfahrung, leben sie in Mabira doch mit vielen Muslimen ganz selbstverständlich zusammen. „In Mabira gehört die gute Kooperation mit den muslimischen Gemeinden zu unserem Alltag“, so Pfarrer Blasio Tinkasimile aus Nyakatuntu, als sich die Gäste anschließend bei türkischem Tee und Essen austauschten. „Wir laden uns gegenseitig zu Festen ein und pflegen eine sehr gute Nachbarschaft.“
Auch das Kirchspiel Dornholzhausen war Ziel der Gäste aus Mabira. Der „Gaasjer Mini-Chor“ unter Leitung von Ursel Herrmann empfing die Partner des Dekanats zu einem gemütlichen Abend in der Geisiger Hombachhalle, um sich näher kennen zu lernen. Berthold Krebs, Vorsitzender des Arbeitskreises Nassau-Mabira, gab einen interessanten fotografischen Rückblick auf die 30 Jahre währende Partnerschaft, in die sich gerade das Kirchspiel Dornholzhausen immer wieder sehr engagiert eingebracht hat.
Es folgte eine Fragerunde, in der die Partner unter anderem Auskunft über die wirtschaftliche Situation in den beiden Regionen gaben, in der es aber auch um ganz praktische Fragen ging. So wollten die Afrikaner unter anderem wissen, welche Bedeutung die Haarfarbe der deutschen Frauen hat und worin der Unterschied zwischen blonden und grauen Haaren liegt. Die Verbundenheit ging an diesem Abend auch durch den Magen, denn im Saal wurde ein typisches Gericht aus Tansania gereicht: Epitoke, also afrikanische Kochbananen, zu denen es eine Rindfleisch-Erdnuss-Soße gab. Mit Gesang und Tanz, diesmal aus Afrika, endete die unterhaltsame Begegnung. Bernd-Christoph Matern
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