Nassau trinkt ab Mai Mineralwasser f?r Mabira Drucken E-Mail

thumb_1wasserstelleinmabiraNASSAU/RHEIN-LAHN. (1.Mai 2011) „Wasser für Mabira“ ist eine Aktion überschrieben, die das Ehepaar Ernst am 1. Mai im Nassauer Stadthallen-Restaurant startet. Damit soll in den kommenden mindestens sechs Wochen der Bau eines Wassertanks im afrikanischen Partner-Distrikt des evangelischen Dekanats Nassau finanziert werden.

"Durch unseren Sohn, der Meeresbiologie studiert, sind wir für die Bedeutung von Trinkwaser sensibilisiert worden", erklärt Susanne Ernst, die deshalb schon länger über eine entsprechende Hilfsaktion nachdachte. „Als uns Dietmar Menze erzählte, dass der Arbeitskreis Mabira des Dekanats Nassau die afrikanischen Partner bei der Wasserversorgung unterstützt, kam uns die Idee für die Aktion.“ Ein sehr ehrgeiziges Projekt, denn der Bau eines Wassertanks kostet rund 5000 Euro.

Doch Ernsts sind optimistisch, ihr Ziel zu erreichen. Ihre Mineralwasserlieferanten Teinacher und Fachinger erklärten sich spontan bereit, die Aktion zu unterstützen und spenden für die Aktionszeit das erfrischende Gut; Familie Ernst verzichtet auf ihren Aufschlag auf den Einkaufspreis. So können die 2 Euro für ein Mineralwasser im Stadthallen-Restaurant komplett in das Projekt fließen. „Und natürlich sind auch zusätzliche Spenden möglich und willkommen“, so Ernst. Spendenquittungen können ebenfalls ausgestellt werden. Ein Spendenbarometer zeigt die Fortschritte der Aktion an.

"Eine großartige Aktion", freut sich der Vorsitzende des Arbeitskreises Mabira des Dekanats, Berthold Krebs, dem die Versorgung mit Wassertanks im Partner-Distrikt ein sehr wichtiges Anliegen ist. „Viele Wasserstellen dienen dort thumb_1trinkwasser-transportmabirateilweise gleichzeitig noch als Viehtränke und Waschplatz, vom mühsamen Transport von den Wasserstellen zu den Hütten einmal ganz zu schweigen“, so Krebs. Die aus Beton gebauten Wassertanks, die Regenwasser etwa über Kirchendächer sammeln, können da Abhilfe schaffen. Geplant sei für dieses Jahr deshalb der Bau von insgesamt vier Wassertanks.

Wer sich für die Trinkwasserproblematik in Mabira interessiert, erhält dazu sowohl im Stadthallen-Restaurant als auch beim Arbeitskreis Mabira und im Dekanatsbüro umfassende Informationen. Bernd-Christoph Matern

Bildunterzeile: Die Wasserstellen in Mabira werden nicht nur als Trinkwasserquelle, sondern vielfach auch als Viehtränke und Waschplatz genutzt. Mühsam ist der Transport von den Wasserstellen zu den Hütten. Wassertanks aus Beton sollen Abhilfe schaffen.