Neue Gemeindepfarrerin wird in Lahnstein ins Amt eingef?hrt Drucken E-Mail

thumb_1a-sandraschaeferquerLAHNSTEIN. (8. Juni 2011) Sandra Schäfer heißt die neue Gemeindepfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Niederlahnstein. In einem Gottesdienst am Pfingstsonntag, 12. Juni, wird die 35-jährige Pfarrvikarin von Dekan Friedrich Kappesser an ihrer neuen Wirkungsstätte in ihr Amt eingeführt.

Die Lahn ist der jungen Frau, die die Nachfolge von Pfarrer Haxel-Schamuhn antritt, nicht unbekannt. Flussaufwärts zwischen Gießen und Wetzlar, einem Gebiet, das zur Rheinischen Landeskirche gehört, ist Schäfer geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte sie zunächst in Gießen Grundschullehramt, wechselte dann aber ganz zum Theologiestudium, das sie nach Marburg, Tübigen und Berlin führte.

Alle Kisten und Koffer hat sie an ihrem neuen Wohn- und Arbeitsort in der Koblenzer Straße in Lahnstein noch nicht alle ausgepackt, obwohl sie „ein Profi in Sachen Umzug“ ist. Schon vor dem Abitur verbrachte sie ein Jahr in den USA, während des Studiums zog es sie ein halbes Jahr zum Studium der Religionswissenschaften nach Indien, bevor sie dann in Wuppertal und zuletzt in einem Stadtteil Solingens ihr Vikariat absolvierte.

„Von der Gegend hier bin ich absolut begeistert“, schwärmt sie vom Rhein-Lahn-Eck, den tollen Burgen und der reizvoll-idyllischen Landschaft. „Die schönen Täler und Berge – das strahlt sehr viel Geborgenheit aus“, sagt Schäfer.

Dass sie schon in ihrer Jugend in CVJM und kirchlicher Jugendarbeit sehr aktiv war, ist dem Einfluss ihrer Großmutter zu verdanken. Die war als Zwangsarbeiterin in Russland und hat sie mit einem Satz innerlich sehr bewegt und geprägt: „Ich bin mit einem Gebet auf den Lippen in die Kohlegrube reingefahren und habe jedesmal gebetet, wenn ich lebend wieder herausfahren konnte.“

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat ihr immer sehr viel Spaß gemacht, ihr Gitarrenspiel kam ihr dabei stets zugute. Die Theologin hofft, ihr Engagement für die Jugend auch in Lahnstein einbringen zu können. Daneben stellt die Seelsorge die wichtigste Säule ihrer Gemeindearbeit dar. „Die Besuchsdienstarbeit liegt mir sehr am Herzen“, so Schäfer.

Zunächst aber möchte sie sich orientieren, schauen, was an Gemeindearbeit alles bereits existiert, und sie möchte die Menschen, Gruppen und Kreise in der evangelischen Kirchengemeinde Niederlahnstein kennenlernen, in der sie sich ihren Dienst mit Dekan Friedrich Kappesser teilt.

Ihre Eltern haben die neue Wohnung, die Schäfer mit ihrer Katze teilt, bereits inspiziert. Die haben einen großen Gartenbaubetrieb, da gehörte die benachbarte BUGA in Koblenz zum Pflichtprogramm. „Die konnte ich leider noch nicht besuchen“, sagt Schäfer. Aber vielleicht ergibt sich dazu ja nach ihrer Einführung noch einmal Zeit. Bernd-Christoph Matern

Der Gottesdienst zur Amtseinführung von Sandra Schäfer am Sonntag, 12. Juni, beginnt um 10.30 Uhr in der evangelischen Christuskirche auf dem Allerheiligenberg. Anschließend ist die Gemeinde zum Empfang eingeladen.

Bildunterzeile:
Gutes Omen: Im Garten vor ihrer Lahnsteiner Wohnung hat die neue Gemeindepfarrerin ein Buch entdeckt, das wie eine aufgeschlagene Bibel aussieht. Foto: Matern