Neues Jahr startet im ?kumenischen Miteinander im Kloster Drucken E-Mail

thumb_1a-oeknje11aKLOSTER ARNSTEIN/RHEIN-LAHN. (18.Januar 2011) Mit einem Gottesdienst wurde im Kloster Arnstein der traditionelle Neujahrsempfang der Ökumene im Nassauer Land begonnen. Dabei beschworen der katholische Pater Peter Egenolf und die evangelische Pfarrerin Antje Dorn die christlichen Grundlagen. Anschließend tauschten sich evangelische und katholische Christen beim Essen im Pilgersaal untereinander aus.

Pläne, gute Vorsätze und Wünsche der Silvesternacht seien vielfach schon wieder dem Alltagstrott zum Opfer gefallen, thumb_1a-oeknje11fsagte Antje Dorn während der Andacht in der noch weihnachtlich geschmückten Kirche und rief dazu auf, sich lieber kleine, erreichbare Ziele zu stecken. „Verlangen wir uns etwas ab, aber muten wir uns nicht zu viel zu“, so die Pfarrerin.

thumb_1a-oeknje11baumDie beiden Theologen nutzten das Bild eines Baumes, der sich im Wechsel der vier Jahreszeiten verändert, als Beispiel für das Leben von Christen. Sie wüssten ihr Leben in Gottes Händen und könnten deshalb zuversichtlich und hoffnungsvoll durch das Jahr gehen. Andacht und Austausch seien ein Grund zur Dankbarkeit. „Auch zum Danken dafür, dass wir mit Gott im Gespräch bleiben dürfen, damit wir auch im neuen Jahr wissen, wo wir zuhause sind“, so Antje Dorn.

„Es stehen uns spannende Zeiten ins Haus“, sagte Egenolf anschließend im Pilgersaal des Klosters, als er einen Blick ins gerade begonnene Jahr und dessen Herausforderungen auf katholischer Seite warf. „Die pastoralen Räume von thumb_1a-oeknje11dheute werden die Pfarreien von morgen sein, nicht von übermorgen“, erinnerte er an Worte von Bischof Tebartz-van-Elst, die dieser während der Visitation im Nassauer Land gesagt hatte. Was das konkret für die fünf Pfarreien bedeutet, werde sich wohl Mitte nächsten Jahres herausstellen. Gleichzeitig warb Egenolf um Kandidaten, die sich bei den anstehenden Pfarrgemeinderatswahlen Ende Oktober zur Wahl stellen. „Gewählt wird noch in den alten Grenzen, aber auf die neuen Mitglieder kommt die Aufgabe zu, die Veränderung konstruktiv mitzugestalten“, so der Geistliche.

thumb_1a-oeknje11bthumb_1a-oeknje11eDer ökumenische Austausch soll darunter nicht leiden. Dieser wurde auch während des schon traditionellen Neujahrsempfangs gepflegt, sowohl während der Andacht im gemeinsamen Gebet in der Klosterkirche als auch im Pilgersaal bei leckerer Gulaschsuppe und Vorträgen des katholischen Kirchenchores Singhofen unter Leitung von Markus Weidenfeller. Bernd-Christoph Matern