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RHEIN-LAHN/WESTERWALD. (12. August 2011) Die Notfallseelsorge Rhein-Lahn und Westerwald (NFS) hat in der Feuerwache Hachenburg ihren neuen Flyer vorgestellt. Das erste der insgesamt 10.000 gedruckten Exemplare überreichte die NFS-Vorsitzende, Pfarrerin Ulrike Braun-Steinebach, dem Limburger Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, der während seiner Visitation im Westerwaldkreis auch die Feuerwache besuchte.
Der Flyer stellt das Team der NFS vor und informiert über die vielen Tätigkeiten der ökumenischen Einrichtung. Und er soll helfen, neue Mitglieder zu werben. Denn die braucht die Notfallseelsorge dringender denn je. 19 Frauen und Männer mussten im vergangenen Jahr 108 Einsätze in einem Gebiet absolvieren, das von Neuhäusel bis Rehe reicht und eine Fläche von fast 1000 Quadratkilometer umfasst.
Eine immens belastende Tätigkeit für die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Aber eine, die nach Ansicht des Kreisfeuerwehrinspekteurs Heinz Vietze alternativlos ist: „Wir können vor Ort einfach keine seelsorgerischen Aufgaben übernehmen. Deshalb sind wir dankbar, dass es die NFS gibt.“ Auch sein Stellvertreter, Axel Simonis, weiß, was er an den Helfern hat: „Ich möchte keinen Tag meines aktiven Dienstes mehr auf die Notfallseelsorge verzichten.“
Bischof Tebartz-van Elst ist sich der Belastung bewusst und schlug neben einer gemeinsamen Kampagne zur Mitgliedergewinnung und vermehrten Schulungen eine stärkere Einbindung des Ehrenamts vor. Ob katholische Ehrenämtler künftig tatsächlich Teil des NFS-Teams werden und die Personalsituation dadurch entschärfen können, ist freilich noch offen: Derzeit erlaubt es die katholische Kirche nur ausgebildeten Geistlichen, notfallseelsorgerisch tätig zu sein.
Für Ulrike Braun-Steinebach soll der Flyer aber nicht nur neue Mitglieder anwerben. Sie wünscht sich, dass durch ihn die Arbeit der NFS auch in den Kirchen bekannter wird. „Für uns ist die Notfallseelsorge eine gelebte Christusbegegnung. Denn das Helfen gehört zum Christsein dazu und schafft ein Gefühl der Zufriedenheit. Dieses Bewusstsein und diese Kultur wollen wir pflegen - gerade innerhalb der Kirchen.“ Peter Bongard
Der Flyer der Notfallseelsorge wird in allen Kirchengemeinden und vielen öffentlichen Einrichtungen des Westerwald- und Rhein-Lahn-Kreises ausliegen. Er kann auch hier heruntergeladen werden. Weitere Infos zur NFS unter Telefon 02602/950459 oder per E-Mail an
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Bildunterzeile:
Stephan Geller, Bezirksreferent für den katholischen Bezirk Westerwald und Pfarrerin Ulrike Braun-Steinebach präsentieren den neuen Flyer der Notfallseelsorge. Das erste der 10.000 Exemplare überreichten sie dem Limburger Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst (rechts). Foto: Peter Bongard
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