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HAHNSTÄTTEN. (22. November 2011) „Ohne sie würde unsere Gemeinde älter aussehen“, sagte Pfarrer Robert Kuhn-Ristau, als die evangelische Frauenhilfe Hahnstätten mit einem Festgottesdienst an ihrer Gründung vor 100 Jahren erinnerte. Auch wenn sich das Bild und die Inhalte der Frauenhilfe verändert hätten: „Ihr Engagement, anderen Menschen zu helfen und sich gegenseitig beizustehen, ist gleich geblieben“, so der Theologe.
Weil Frauen im Jahr 1911 noch keinen Verein gründen durften, übernahm das der damalige Gemeindepfarrer Wilhelm Hahn, erfuhren die Besucher des Festgottesdienstes von Heidi Freitag. Sie erinnerte an die Leitungsarbeit von Pfarrer Günther Pitzer und dessen Frau Helga, der Elisabeth Idelberger in der Organisation der Hahnstättener Frauenhilfsarbeit folgte. Heute wird die 100 Jahre währende Arbeit vom Engagement der Frauen in drei Gruppen geprägt, die die Gemeindenachmittage, den Mütterkreis und den Frauenkreisel organisieren.
Diese machten mit unterschiedlichen Symbolen im Altarraum sehr anschaulich Aufgaben und Angebote deutlich, denen sich die Frauen widmen. Da war die Bibel als Grundlage fürs menschliche Miteinander, ein Globus, der an den Weltgebetstag der Frauen erinnerte, eine Kaffeetasse, die für viele Aktivitäten steht, mit denen die Frauen das Dorfleben bereichern, um mit den Erlösen wohltätige Zwecke und diakonische Einrichtungen zu unterstützen.
Eine Taube symbolisierte das von den evangelischen Frauen organisierte Friedensgebet zum Volkstrauertag, ein Rucksack stand für die unzähligen Fahrten und Ausflüge und ein Seil demonstrierte: „Wir können uns aufeinander verlassen und ziehen an einem Strang“. Schließlich wies eine Kerze auf das Licht hin, „dass Jesus in die Welt gebracht hat und uns alle auf unserem Weg begleiten wird“.
Eine diakonische Aufgabe zu übernehmen, Kranken und Bedürftigen zu helfen, sei für die Gründerinnen der Frauenhilfe eine Selbstverständlichkeit gewesen; heute werde dies professionell gemacht, erklärte Pfarrer Kuhn-Ristau und meinte: „Auf unsere Frauenhilfe können wir wirklich stolz sein“. Wie wichtig das Engagement in und für die Gemeinde ist, betonte auch Elke Seipel, die im Namen des Verbandes Evangelischer Frauen in Hessen und Nassau den Hahnstätterinnen gratulierte, dankte und eine Urkunde zum Jubiläum überreichte.
Gute Wünsche für die Zukunft übermittelten Inge Schmidt, Frauenbeauftragte im Dekanat Diez, Ortsbürgermeister Joachim Egert, Verbandsgemeindebürgermeister Volker Satony und Ingetraud Schneider für die katholische Pfarrei Zollhaus. Neben Markus Jungmann an der Orgel umrahmte der Frauenchor Hahnstätten mit seinem wunderschönen Gesang die Feierstunde, bevor sich Frauen und Jubiläumsgäste im Gemeindehaus bei Kaffee und Kuchen sowie den amüsanten und gekonnten Vorträgen der „ChansoNetten“ Alexandra Edinger und Ute Körner bestens unterhalten ließen. Bernd-Christoph Matern
Zum Foto (rechts oben): Elke Seipel (rechts) gratulierte den Hahnstätterinnen im Namen des Verbandes Evangelischer Frauen in Hessen und Nassau zum 100-jährigen Bestehen und überreichte Heidi Freitag eine Urkunde. Fotos: Bernd-Christoph Matern
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