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DORNHOLZHAUSEN/RHEIN-LAHN. (16. Mai 2012) Gäste aus dem afrikanischen Partner-Distrikt Mabira des evangelischen Dekanats Nassau nutzten jetzt einen Aufenthalt in Deutschland für einen kurzen Zwischenstopp im Rhein-Lahn-Kreis. Muberwa Buchwechwe, Pfarrer in Nyamilembe, und seine zu Jahresbeginn ordinierte Amtsschwester Respina Natson sprachen im Nassauer Pfarrkonvent, der in Dornholzhausen tagte, ihren Dank für die vielfältige Unterstützung aus, mit der die Menschen im Dekanat die Arbeit und das Leben in Mabira verbessern helfen.
So sei noch kurz vor seiner Abreise nach Europa eine von den Nassauer Pfarrern finanzierte Solaranlage in Betrieb gegangen, die jetzt für Licht in seinem Pfarrhaus sorgt. Eine ganz wichtige Hilfe für die Menschen im Distrikt Mabira sei das vom Dekanat geförderte Aids-Aufklärungs-Projekt. „Es gibt sehr viele mit Aids infizierte Menschen bei uns und auch jene, die sich noch nicht mit dem Virus angesteckt haben", so Buchwechwe. Das Projekt ermögliche regelmäßige Treffen von Jugendlichen in den Pfarreien, die dabei nicht nur über die Krankheit aufgeklärt würden. „Ihnen wird auch vermittelt, dass sich die Krankheit nicht nur über sexuelle Kontakte verbreitet und dass an Aids erkrankte Personen nicht von der Gemeinschaft ausgeschlossen werden sollen“, so der evangelische Geistliche aus Tansania.
Sehr positiv entwickle sich die Unterstützung von Witwen, deren Ehemänner an Aids verstorben sind und die dann auf sich allein gestellt seien. Eine staatliche Unterstützung gebe es für diese Frauen nicht. Mittels Seminaren und anschließend gewährten Krediten zwischen 13 und 26 Euro sollen die Witwen für sich und ihre Kinder beispielsweise durch die Zucht von Hühnern, Ziegen oder landwirtschaftlichen Produkten eine eigene Existenz aufbauen. Das Projekt, dessen Förderung auf drei Jahre begrenzt ist, sei gut angelaufen, „aber es wäre sinnvoll, die Förderung zu verlängern, damit noch mehr Witwen ins Programm aufgenommen werden und davon profitieren können“, so Buchwechwe. Ziel des Projektes ist es, dass am Ende ein geschlossener Kreislauf zwischen zurückgezahlten und neu gewährten Krediten entsteht.
Froh zeigten sich die erst vor kurzem ordinierten Pfarrer aus Tansania, dass Dank der Spendenbereitschaft der Partner nun mit dem Bau von Wassertanks in den Pfarreien des Mabira-Disktrikts begonnen werden kann. Nach einer Stunde verabschiedeten sich die Gäste aus Tansania wieder, die Berthold Krebs und Sigrid Paul vom Arbeitskreis Mabira sowie Ökumene-Pfarrer Markus Fehlhaber während ihres Aufenthalts im Nassauer Land begleiteten. Bernd-Christoph Matern
Zum Foto: Viel Zeit blieb den Pfarrern Muberwa Buchwechwe (links) und Respina Natson (rechts) aus Mabira nicht für ihren Besuch des Nassauer Landes; ihren Dank für die vielseitige Unterstützung sprachen sie aber beim Pfarrkonvent in Dornholzhausen aus. Begleitet wurden sie dabei von Berthold Krebs aus Geisig, Sigrid Paul aus Singhofen und Markus Fehlhaber, Pfarrer für Ökumene der evangelischen Kirche Rhein-Lahn. Foto: Matern
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