PflegestŁtzpunkte Rhein-Lahn weisen auf hilfreiche Notfall-Karte hin Drucken E-Mail

RHEIN-LAHN. (20. Juni 2016) Die 87-jährige Erna Müller lebt alleine in ihrem kleinen Einfamilienhaus. Sie besitzt für den „Fall der Fälle“ einen Hausnotruf und hat alle wichtigen Infos zu Kontaktdaten, Hausarzt, Vollmachten in einer Mappe. Aber ist die auch zu finden? Die Pflegestützpunkte Rhein-Lahn machen auf eine hilfreiche Idee aus Irland für Notfälle aufmerksam und auf eine Notfallkarte, die jetzt in den Verbandsgemeinden Katzenelnbogen und Hahnstätten eingeführt wurde.

Kontaktdaten des Hausarztes, Beschreibung derzeitiger Erkrankungen, Allergien oder Unverträglichkeiten, der Aufbewahrungsort der Medikamente und Medikamentenplan, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, Informationen, wer bei plötzlicher Abwesenheit versorgt werden muss und Kontaktdaten nahestehender Personen, die im Notfall benachrichtigt werden sollen – das alles sind Informationen, die gebraucht werden, wenn jemand in Not gerät; unabhängig davon, ob die Person noch ansprechbar ist oder nicht.

Für den häuslichen Bereich stammt aus Irland die Idee der „message in a bottle (Flaschenpost)“ – einer Notfalldose, die mit den wichtigsten Daten und Stichpunkten bestückt in der Kühlschranktüre deponiert wird. Aufkleber an Innenseite der Haustüre – und auch am Kühlschrank – weisen Ersthelfer darauf hin, dass dort wichtige Informationen schnell „zu greifen“ sind. Etwa im hessischen Hanau wurde diese Idee als „Rettung aus der Dose“ umgesetzt. Wer auf die Dose verzichten möchte, sollte zumindest die Notfallmappe gut auffindbar deponieren und am besten auch mit Aufklebern auf den Fundort hinweisen.

Aber was ist, wenn Erna Müller alleine unterwegs ist und es passiert etwas? Da hilft diese häusliche Vorsorge nicht weiter. Das dachten sich auch die Seniorenbeiräte Katzenelnbogen und Hahnstätten und entwickelten deswegen die „Notfall-Karte“ im Scheckkarten-Format. Diese Karte beinhaltet die wichtigsten Informationen in aller Kürze und kann einfach zum Personalausweis oder zur Krankenversicherungskarte gesteckt werden. Die Pflegestützpunkte unterstützen diese gute Idee und werden künftig die „Notfall-Karte“ der Seniorenbeiräte, die auch in den Verbandsgemeindeverwaltungen Hahnstätten und Katzenelnbogen erhältlich ist, für Interessenten bereithalten. Gerne geben die Pflegestützpunkte auch die Kontaktdaten der Seniorenbeiräte weiter.

Die Pflegestützpunkte informieren und helfen kostenlos und neutral – nicht nur bei Fragen zur Pflegeversicherung. Setzen Sie sich mit den Pflegeberaterinnen und –beratern in Verbindung, um sich individuell beraten zu lassen. Die Pflegestützpunkt-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen auch für Informationsveranstaltungen zur Verfügung und kommen gerne in Ihre Gemeindegruppen und –kreise!

Kontakt:

Bad Ems, Kirchgasse 15-17 – Tel.: 02603/5750 + 70587

Diez, Friedhofstraße 19 – Tel.: 06432/919813 + 9528870

Lahnstein, Gutenbergstraße 8 – Tel.: 02621/940820 + 940869

Nastätten, Borngasse 14a – Tel.: 06772/939614 + 939620

Im Internet: www. pflegestuetzpunkte.rlp.de