Saniertes Gemeindehaus in Holzappel ?ffnet sich zum Neuen Jahr Drucken E-Mail

thumb_1a-ha-ghs2011aussenHOLZAPPEL. (29. Dezember 2011) Was lange währt wird endlich gut: die im Mai dieses Jahres begonnenen Sanierungsarbeiten am Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Holzappel neigen sich ihrem Ende entgegen. Außen und innen wurde an dem Haus an der Hauptstraße fleißig gearbeitet, so dass der Treffpunkt im Januar wieder bezogen werden kann.

An erster Stelle galt es, einen Notausgang im großen Saal des Gemeindehauses zu installieren, um den Erfordernissen des Brandschutzes zu genügen. „Es gab aber auch eine Vielzahl von anderen Sachen, die zu machen waren“, erinnert sich Gemeindepfarrerin Sabine Jungbluth an den Beginn der Sanierungsplanung vor etwa drei Jahren. „Die Heizung ist ständig ausgefallen, die Regenrinnen waren kaputt, hier und da fiel im Innern bereits der Putz von den Wänden, vom wenig einladenden äußeren Bild des Hauses ganz zu schweigen.“

thumb_1a-ha-ghs2011lifterIm Zuge der Sanierung wurde außerdem ein Lift ins Treppenhaus eingebaut, damit auch gehbehinderten Menschen der Besuch des Gemeindesaals erleichtert wird. Die sanitären Anlagen wurden erneuert und gleichzeitig eine Behinderten-Toilette eingerichtet. Ein echtes Schmuckstück ist die neue Küche geworden, in der künftig bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen die Gäste, von den Konfirmanden bis zu den Senioren, bekocht und bewirtet werden können. In den großen Saal, der etwa 60 Personen auf Stühlen und an Tischen Platz gibt, wurden zwei Wände eingezogen, um zum Einen ein Stuhllager zu errichten und zum Anderen mehr Platz für die Küche zu haben.

Neue Heizkörper, die Tür zum Notausgang und ein komplett neuer Innenanstrich machen den kirchlichen Treffpunkt nun wieder hell und freundlich. Der neue Außenanstrich sorgt überdies für einen einladenden Ort. Was der Kirchenvorstand sehr bedauerte: dass der auf dem Dachboden eingerichtete Raum für die Kinder und Jugendlichen geschlossen werden musste, weil auch er den Brandschutzbestimmungen nicht mehr genügte. „Das hätten wir aus eigenen Mitteln nicht gestemmt bekommen“, so die Pfarrerin. Doch immerhin konnte durch eine Umstrukturierung noch ein kleiner Versammlungsraum gewonnen werden: Das Archiv wurde unters Dach umgesiedelt, das bisherige Büro ins ehemalige Archiv, so dass nun im Erdgeschoss ein Raum frei wurde.

Rund 275.000 Euro kostet die Sanierung, aus Mitteln der Dorferneuerung flossen 15.000 Euro in das Projekt, Zweidrittel übernimmt die Landeskirche und rund ein Drittel musste die Gemeinde über einen Kredit selbst aufbringen. „Leider reicht das geplante Geld nicht mal für neue Möbel“, so Jungbluth. Ein dickes Lob zollt die Theologin Wilfried Klaßen vom Bauausschuss des Kirchenvorstandes und Hausmeister Lothar Bauer, die stets zur Stelle waren, wenn sich Handwerker angesagt hatten. Dankbar ist sie ebenso, dass das Rathaus während der Bauphase als Ausweichquartier für die Gemeindegruppen genutzt werden konnte. Bernd-Christoph Matern

Zum Foto (links oben): Wilfried Klaßen und Pfarrerin Sabine Jungbluth sind froh, wenn die Sanierung des Gemeindehauses bald abgeschlossen ist. Fotos: Bernd-Christoph Matern