Seit 20 Jahren f?r Kinder und Jugend engagiert Drucken E-Mail

thumb_1a-20jahresabineguentnerDIEZ/RHEIN-LAHN. (22.März 2011) Haushaltsplanung, Berichte aus Dekanat, Landessynode und Sozialstation standen unter anderem auf der Tagesordnung, die die Synode des evangelischen Dekanats Diez in ihrer Frühjahrstagung im Haus der Vereine zu beraten hatte.

"Wir schreiben noch keine schwarze Null im Betriebsergebnis, sind finanziell aber auf einem guten Weg", erklärte der Vorstandsvorsitzende der kirchlichen Sozialstation Diez Adi Tremper vor den Synodalen zu den finanziellen Erwartungen fürs laufende Jahr. Allerdings arbeite der Vorstand derzeit ganz konkret an der Aufgabenentwicklung der Station, um auf dem hart umkämpften Pflegemarkt zukunftsfähig zu bleiben. „Dafür werden wir auch die Unterstützung der Synode brauchen“, so Tremper. Finanz- und Aufgabenentwicklung werden den Synodalen konkret in der Herbsttagung vorgestellt.

thumb_1a-synode180311alleEinstimmig beschlossen wurde der Haushalt des evangelischen Dekanats fürs Jahr 2011. „Das Dekanat steht finanziell gut da“, fasste René Roos, stellvertretender Leiter der Regionalverwaltung Rhein-Lahn-Westerwald, die Planung fürs Jahr 2011 zusammen, nachdem er den Synodalen zuvor die einzelnen Positionen des Finanzplans vorgestellt hatte. Die Rücklagenentnahme für die wenigen Positionen, die sich finanziell überhaupt auf das Dekanat auswirken, konnten im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte auf rund 3800 Euro reduziert werden.

Neues von der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) thumb_1a-synodepuchtlerberichtete Frank Puchtler. Der Landessynodale begrüßte die Wahl des Rheinland-Pfälzers Dr. Ulrich Oelschläger zum neuen Präses. Er stellte fest, dass nicht nur theologische Fragen in der Synode zu klären seien, sondern dass es auch um regionale Interessen gehe, die dort von den Rhein-Lahn-Synodalen und auf Propsteiebene vertreten würden, etwa bei den Fusionsüberlegungen mit der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck. „Zur EKHN soll auch ein engagiertes und selbstbewusstes N für den nassauischen Teil stehen“, so Puchtler. Mehr Spielraum wünschten sich die Synodalen für die Träger der Kindertagesstätten im Dekanat. „Da kann evangelische Kirche Profil zeigen.“

thumb_1a-synodeingeschmidtIm Namen der evangelischen Frauen in Hessen und Nassau kritisierte Inge Schmidt die Sparbeschlüsse zur Frauenarbeit. „Wir brauchen die hauptamtliche Unterstützung, sind in unserer Arbeit vor Ort auf deren professionelle Vorbereitung und die theologische Beratung angewiesen“, so die Delegierte des Dekanates.

Neue Unterstützung für das Ehrenamt kündigte Claire Metzmacher, Bildungsreferentin der drei evangelischen Rhein-Lahn-Dekanate, an und stellte die regionale Ehrenamtsakademie vor, die am 7. Mai eröffnet wird und Kirchenvorsteher mit Vorträgen und Informationsveranstaltungen unterstützt.

Mit einem Blumenstrauß dankte Adi Tremper der Gemeindepädagogin Sabine Güntner. Seit 20 Jahren ist sie auf Dekanatsebene sowie in der Stiftskirchengemeinde und der St. Peter-Gemeinde Diez in der Kinder- und Jugendarbeit engagiert. Tremper lobte ihre ebenso ideenreiche wie kontinuierliche Arbeit, die in den 20 Jahren sicher nicht einfacher geworden sei. „Du bist auch stets eine Anwältin der Jugendlichen, gehst auf ihre Bedürfnisse ein, nimmst sie und ihre Wünsche und Gedanken ernst“, so Tremper. Und Güntner gebe den Erwachsenen im Dekanat immer wieder neue Impulse, sich kreativ mit den Fragen und Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen auseinanderzusetzen. Anschließend erklärte Tremper seinen Rücktritt vom Amt des Prodekans, um der neuen Synode die Möglichkeit zu geben, auch mit neuen Gesichtern weiterzumachen; er selbst wolle sich wieder ganz auf die Arbeit in der Kirchengemeinde St. Peter konzentrieren. Bernd-Christoph Matern

Bildunterzeile oben links: Mit einem Blumenstrauß dankte Pfarrer Adi Tremper der Gemeindepädagogin Sabine Güntner für ihr bereits 20 Jahre währendes Engagement für die Kinder und Jugendlichen im Dekanat und den Kirchengemeinden. Fotos: Matern