Seminar in Nassau: Texten f?r Presse und Gemeindebrief Drucken E-Mail

thumb_1a-presse-seminare-co-cmNASSAU/RHEIN-LAHN. (14. Dezember 2011) Wie sollte eine Pressemeldung aufgebaut sein, damit sie das Interesse der Leser weckt? Welche Themen eignen sich überhaupt zum Berichten? Wie gelingt der Einstieg in den Text? Nur drei von vielen Fragen, die während einer Fortbildung der evangelischen Öffentlichkeitsarbeit der Propstei Süd-Nassau beantwortet wurden. Aus dem Rhein-Lahn-Kreis und Wiesbaden waren dazu Mitarbeiter aus Kirchengemeinden und Jugendarbeit in die evangelische Regionalverwaltung Rhein-Lahn-Westerwald nach Nassau gekommen, um sich mit dieser Form der Öffentlichkeitsarbeit zu beschäftigen.

Der Propstei-Sprecher und Öffentlichkeitsreferent des Dekanats Wiesbaden Dr. Roger Töpelmann sowie Redakteur Bernd-Christoph Matern, Referent für Öffentlichkeitsarbeit der evangelischen Kirche Rhein-Lahn, gaben den Teilnehmern Tipps und Anregungen zum Verfassen von Texten, damit die vielen interessanten Veranstaltungen und das Engagement der Kirchengemeinden auch über die Medien ein breites Echo und Beachtung finden. Unter dem Motto „Schreiben wie gedruckt“ übten sich die Teilnehmer im Verfassen einfacher Meldungen, die möglichst viele Fakten enthalten sollen.

"Versuchen Sie nie, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen“, sagte Journalist Bernd-Christoph Matern, entscheidend sei, ob es sich bei der Nachricht um eine Neuigkeit handelt, dass sie viele Menschen unterschiedlichen Alters oder unterschiedlicher Interessen anspricht und dass vielleicht auch andere Gemeinden von der Information profitieren. „Bei der Frage, was das Neue, Wichtigste oder Außergewöhnlichste ist, hilft die Vorstellung, jemandem von der Veranstaltung zu berichten, den man auf der Straße trifft und der nicht teilgenommen hat“, so Matern.

Außerdem sammelten die Teilnehmer gemeinsam Themen, die sich für Berichte in fremden wie eigenen Publikationen eignen; über Gemeindefeste etwa, Informationen über Baumaßnahmen, besondere Gottesdienste, aus den Kindergärten, Gemeindegruppen oder auch mal den Kirchenvorstandssitzungen, sofern sie nicht der Schweigepflicht unterliegen. „Wichtig ist immer, Menschen in den Mittelpunkt zu stellen“, erklärte Roger Töpelmann. „Auf diese Weise lassen sich Informationen und Themen besonders ansprechend darstellen.“

Zum Abschluss stellten die Teilnehmer sich gegenseitig ihre Gemeindebriefe vor, machten untereinander Verbesserungsvorschläge und tauschten Erfahrungen über die Zusammenarbeit mit den Medien aus.

Die nächsten Seminare bis April 2012 beschäftigen sich mit den Themen Kommunikationsmittel der Gemeinden, attraktive Schaukastengestaltung und dem Weg zu einem guten lesewerten Gemeindebrief. Die vierstündigen Seminare finden samstags von 9 bis 13 Uhr statt. Das genaue Programm finden Sie hier.