Sieben Wochen Mineralwasser f?r Wassertank in Mabira getrunken Drucken E-Mail

thumb_1a-mabira-wasserfass200611NASSAU/RHEIN-LAHN. (29. Juni 2011) Es ist geschafft: Die angepeilten 5000 Euro, mit denen im afrikanischen Partner-Distrikt des evangelischen Dekanats Nassau ein Wassertank gebaut werden kann, sind durch den Mineralwasserkonsum der Gäste des Stadthallen-Restaurants in Nassau erreicht worden. Das Pächter-Ehepaar Susanne und Werner Ernst überreichten symbolisch ein Wasserfass an Berthold Krebs, den Vorsitzenden des Arbeitskreises Mabira.

Ernsts Getränkelieferanten Teinacher und Fachinger spendeten für die Aktionszeit das erfrischende Gut; die Stadthallenpächter verzichteten auf ihren Aufschlag auf den Einkaufspreis, so dass die 2 Euro für ein Mineralwasser komplett in das Projekt flossen. „Das Ziel war schon recht hochgesteckt, aber wir hatten auch Unterstützung ,von oben‘“, sagte Susanne Ernst, nachdem der Mineralwassererlös einschließlich zahlreicher Spenden nach sieben Wochen die 5000-Euro-Marke erreicht hatte. „Das sommerliche Wetter im Mai und Juni hat der Aktion gut zugespielt.“

Und Ernst denkt noch weiter: „Wenn sich viele Gastronomen, vielleicht sogar bundesweit, an einer solchen Aktion beteiligen würden - da könnte noch viel mehr Geld zusammenkommen, um innerhalb kürzester Zeit eine bessere Trinkwasserversorgung zu unterstützen oder auf andere Weise Gutes zu tun.“

Begeistert zeigte sich auch Berthold Krebs: „Das war der Erfolg einer tollen Idee und auch perfekt durchorganisiert!“ Bis ins kleinste Detail sei das Projekt begleitet worden, dankte er dem Engagement der Pächter bei der Bewerbung der Aktion und der Mitwirkung ihrer Gäste. „Ich wüsste nicht, wann es so etwas in Nassau schon einmal gegeben hätte“, meinte Nassaus Stadtbürgermeister Armin Wenzel, der bestätigte, dass durch den Wasserverkauf und die begleitende Präsentation des Projekts vor der Stadthalle auch das Bewusstsein für die Lebensverhältnisse in Tansania ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt worden seien.

Zudem hätten sich durch die Präsenz der Aktion andere Gruppen animieren lassen, das Wassertank-Projekt der Mabira-Partnerschaft zu unterstützen, so Berthold Krebs. „In mehreren Kirchengemeinden sind beispielsweise die Kollekten bei der Konfirmation oder auch bei Trauungen dem Bau der Wassertanks zugute gekommen“, so Krebs. Auch bei runden Geburtstagen sei ein Teil der Geschenke gespendet worden.

Insgesamt möchte der Arbeitskreis den Bau von vier Tanks aus Beton unterstützen; rund 24.000 Euro werden dafür inklusive aller Nebenkosten gebraucht. Für den Löwenanteil des Geldes hofft der Arbeitskreis auf einen Zuschuss des Evangelischen Entwicklungsdienstes. Ein entsprechender Antrag soll gestellt werden, wenn alle dafür notwendigen Formalitäten auf afrikanischer Seite erfüllt sind, erklärte Krebs, damit beispielsweise gewährleistet sei, dass in den Regionen rund um die Tanks alle Menschen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit von dem Wasser profitieren. Bernd-Christoph Matern

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto spenden: Nassauische Sparkasse, Bankleitzahl 510 500 15, Konto 563 006 722, Stichwort „Wassertank-Projekt“.

Nähere Informationen über das Wassertank-Projekt des Arbeitskreises Mabira finden Sie hier.

Zum Bild:
Freuten sich über den Mineralwasser-Durst der Gäste des Stadthallenrestaurants in den vergangenen Wochen, der den Bau eines Wassertanks in Mabira ermöglicht (von links): Berthold Krebs, Susanne und Werner Ernst und Nassaus Stadtbürgermeister Armin Wenzel. Foto: Matern