Singhofen und Niedertiefenbach freuen sich ?ber neuen Pfarrer Drucken E-Mail

thumb_1a-fe180911segenthumb_1a-fe180911afischer-l-vdheydtSINGHOFEN/NIEDERTIEFENBACH. (19.September 2011) Als neuer Gemeindepfarrer der evangelischen Kirchengemeinden Singhofen und Niedertiefenbach ist am Sonntag Pfarrer Harald Peter Fischer eingeführt worden. Ein Jahr lang war die Pfarrstelle vakant, nachdem Fischers Vorgänger Andreas Heil wieder in den Schuldienst gewechselt hatte. Zu dem Kirchspiel gehören auch die Ortschaften Lollschied, Pohl und Roth.

"Endlich ist die pfarrerlose Zeit vorbei", empfingen „froh und glücklich“ Katja Beck im Namen des Kirchenvorstands von Singhofen und Karin von der Heydt, Vorsitzende des Kirchenvorstands Niedertiefenbach, die Gemeinde und den 48-Jährigen zum Festgottesdienst. „Wir hoffen, dass sie sich hier schnell zuhause und geborgen fühlen“, so Beck, die thumb_1a-fe180911vdheydt-becksich wie von der Heydt ein harmonisches Miteinander, neue Impulse und frische Ideen vom neuen Seelsorger erhoffte.

Dekan Friedrich Kappesser, der Fischer zusammen mit Kalle Naujoks, Max Hamsch und den beiden Kirchenvorständen segnete, wies darauf hin, dass alle Christen dazu aufgerufen seien, seelsorgerisch zu handeln. Das Bibelwort „Einer trage des anderen Last“, eine prägnante Zusammenfassung dessen, was „Seelsorge“ bedeute, gelte für Jeden und thumb_1a-fe180911-kirchealleJede. Der Pfarrer tue dies nicht „gegenüber“ sondern „mit“ der Gemeinde. „Die Aufgabe des Pfarrers besteht darin, durch Verkündigung, Unterricht und Seelsorge die Menschen dazu zuzurüsten.“ Schlummernde Kräfte, die jetzt durch die Vakanz geweckt worden seien, sollten nicht wieder verschwinden.

Mit welch unterschiedlichen und hohen Erwartungen von volkskirchlich geprägten bis zu völlig kirchenfernen Menschen ein Pfarrer in seinem Amt konfrontiert sei, darauf machte der neue Gemeindepfarrer aufmerksam. Fischer: „Ein Pfarrer ist keine Eier legende Wollmilchsau.“ Und trotzdem empfinde er sich als geadelt, Mitarbeiter Gottes sein zu dürfen. „Ich finde es beglückend, den Menschen das Evangelium näher zu bringen.“ Ein Lieblingsvers Fischers: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit.“ Wer Gott und Jesus auf seiner Seite wisse, dem könne Tod und Teufel noch die Boshaftigkeit von Menschen etwas anhaben.

Der Theologe wies außerdem auf die Vielfalt des gemeindlichen Lebens hin, die aus einem Geist lebt. „Allein kann thumb_1a-fe180911ausgangman keine Gemeinde spielen“, so Fischer. „Lebendig schön und liebenswert wird Gemeinde, wenn wir alle unsere Gaben für alle Anderen einsetzen.“ Musikalisch belebten der Gospel-Chor „N(i)eed to sing“ unter Organist Volker Bauer und Prädikant Ralf Selzer den Gottesdienst.

thumb_1a-fe180911empfangalleIm evangelischen Gemeindehaus dankten die Vertreterinnen der beiden Kirchenvorstände einer Vielzahl engagierter Menschen während der Vakanz, insbesondere Pfarrer Martin Ufer aus Dornholzhausen, der die Vertretung hatte und der Vorsitzenden des Kirchenvorstands, Rikkedine Hofmann, die unermüdlich die thumb_1a-fe180911creceliusVerwaltungsgeschäfte führte. Einen Willkommensgruß für Fischer, dessen Frau Annette und die vier Kinder übermittelten unter anderem Hans Schmid (Foto rechts), Ortsbürgermeister von Singhofen, und Manfred Crecelius, Ortschef von Niedertiefenbach (Foto links), im Namen der Kommunen, zu denen auch Lollschied, Pohl und Roth gehören. Dekan-Stellvertreter Pfarrer Achim Weber hieß den neuen Kollegen, der zuvor in Miehlen im Nachbardekanat Pfarrer war, im Namen des Dekanats und der Pfarrerschaft im evangelischen Dekanat Nassau willkommen. Außerdem grüßten Herbert Klump und Armin Himmighofen, Prodekan des Dekanats St. Goarshausen, der in Pohl geboren ist, den neuen Seelsorger und dessen Familie. Bernd-Christoph Matern 

thumb_1a-fe180911fischeruferkappesser-vlFreuten sich, dass die Pfarrstelle in Singhofen mit Harald Peter Fischer (links) wieder besetzt ist: Martin Ufer (Mitte), der die Vakanz-Vertretung übernahm und Dekan Friedrich Kappesser. Fotos: Matern