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DIEZ/RHEIN-LAHN. (12. Mai 2011) Am Sophie-Hedwig-Gymnasium in Diez geschehen seltsame Dinge: Schülerinnen und Schüler verzichten freiwillig auf Freizeit, engagieren sich sozial, ohne dass sie dazu gedrängt oder gar verurteilt wurden. Sie tun es „einfach so, weil es Spaß macht“, wie es eine der Schülerinnen formulierte, die Anfang Mai mit neun weiteren Schülerinnen und Schülern im Wohnverbund der Stiftung Scheuern, Schloss Laurenburg, eine Begegnung mit behinderten Menschen hatten.
Am Diezer Gymnasium finden derzeit mehrere Projekte unter dem Motto „Soziale Schule“ statt, die von ca. 10 Klassen geplant und durchgeführt werden. Außerhalb der regulären Schulzeit organisierten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise bereits einen Spiele-Nachmittag für ein Altenheim, räumten am Hertha-See die Landschaft auf, sammelten Geld für japanische Tsunamie-Opfer oder stellten sich bei Festen als Helfer zur Verfügung.
Eigentlich findet „Soziale Schule“ in Form eines Wettbewerbes statt. Das beste Projekt soll mit einer zweitägigen Klassenfahrt belohnt werden. Doch schon jetzt steht fest: Wichtiger als der Gewinn der Klassenfahrt sind die gemeinsamen Aktivitäten geworden. Carolin Eckstein, Lehrerin der Klasse 9E, erläuterte, dass das Gemeinschaftsgefühl der Schüler deutlich stärker geworden sei, seit diese entdeckt haben, dass gemeinsam vieles erreicht werden kann.
Die Idee der Schülervertretung eine solche Aktion ins Leben zu rufen, hat also auch Auswirkungen auf das Innenleben der Schule. Und Spaß hat es auch in Laurenburg gemacht: Schüler und Bewohner übten sich gemeinsam im bildnerischen Gestalten. Gemeinsames Malen, sich unterhalten und auch miteinander Kaffetrinken waren eine Bereicherung für alle. Die entstandenen Kunstwerke werden zukünftig die Räumlichkeiten in Laurenburg schmücken und auch dadurch an den gelungenen Projekttag erinnern. Karl-Heinz Enderich
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