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 BAD EMS. (3. Dezember) Einen Einblick in die Salzgewinnung gewährte der Bad Emser Adventskalender bei der Firma Siemens & Co.. Betriebsleiter Andreas Keller führte die Besucher der Aktion „Türen öffnen“ durch das Werk I, in dem das Thermalwasser während eines aufwändigen Eindampf- und Filterprozesses in das Salz verwandelt wird, aus dem im Werk II an der Arzbacher Straße dann auch die weltberühmten „Emser Pastillen“ produziert werden.
8000 Liter des Emser Wassers werden in dem Drei-Schicht-Betrieb pro Stunde eingedampft. Nur drei Gramm Salz können aus jedem Liter gewonnen werden. Nicht in alle Bereiche konnte der Herrnhuter Stern, das Erkennungszeichen des lebendigen Bad Emser Adventskalenders, hineinleuchten, ist die Salzaufbereitung doch strengen Hygiene-Vorschriften unterworfen.
Im Lager des Unternehmens erfuhren die Kalenderbesucher allerdings, dass nicht nur die Pastillen in unterschiedlichen Geschmacks- und Inhaltsvarianten rund um den Globus ihre heilende Wirkung entfalten. Zahnpasta, Nasenduschen, -sprays und –tropfen tragen ebenfalls den markanten Schriftzug „EMS“, der die Kurstadt heute so berühmt macht wie einst die Kaiser und Zaren taten.
Während die Adventszeit mit Ausnahme einer Weihnachtsfeier in der Regel mit einer Inventur und wenig Adventsstimmung verbunden ist, steht im 150. Geburtsjahr des Unternehmens allerdings eine besondere Weihnachtsüberraschung an: ein Konzert mit den Wiener Sängerknaben am Samstag, 13. Dezember im Kurhaus.
Matthias Metzmacher, Pfarrer für Gesellschaftliche Verantwortung der evangelischen Kirche Rhein-Lahn, und der Bad Emser Gemeindepfarrer Winfried Steinke stimmten mit den Besuchern Adventslieder an und dankten für die interessanten Einblicke in die Produktion. (bcm)
Heute um 17.08 Uhr öffnet sich am Bad Emser Adventskalender die Tür zum Stadtmuseum im Alten Rathaus.
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