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 DIEZ/ALTENDIEZ. (22. Juni 2011) Feuerspucker, Seiltänzer, Fakire und Clowns – zu welchen Höchstleistungen kleine Kinder in der Lage sind, bewiesen zwei Vorstellungen, in denen die Ergebnisse einer außergewöhnlichen Projektwoche an der evangelischen St. Peter-Kirche zu Diez präsentiert wurden. 180 Kinder der Kindertagesstätten der Kirchengemeinde und der Karl-von-Ibell-Grundschule studierten dabei in einem echten Zirkuszelt die artistischen Kunststücke ein.
Alle Vorschulkinder der evangelischen Kindertagesstätten in Altendiez, Gückingen und Heistenbach zusammen mit den Viertklässlern der Karl-von-Ibell-Grundschule standen während der beiden Vorstellungen vor rund 700 Zuschauern im Rampenlicht und absolvierten die Vorstellungen mit beneidenswerter Bravour.
Ein Betreuerteam aus den beteiligten Einrichtungen hatte sich bereits im Vorfeld von den Theaterpädagogen des Zirkus Zapp Zarap in die Grundkenntnisse von Akrobatik, Jonglage und Balance einweisen lassen, um dann ihrerseits mit den 180 Kindern in unterschiedlichsten Gruppen die Kunststücke für die Manege in der Projektwoche einzustudieren und Hilfestellung geben zu können. „Da spielten sich teilweise ganz rührende Szenen ab“, erinnert sich Gemeindepfarrer Daniel Cremers, als etwa ein Grundschüler einem Kindergartenkind zeigte, wie man sich richtig verbeugt.
„Eigene Grenzen überwinden, sich selbst neu erleben, über sich hinauswachsen und gemeinsam lernen waren die Ziele des Projekt“, so Cremers. Auf diese Weise diente das Projekt gleichzeitig der Förderung von Gemeinschaft, Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und Vertrauen innerhalb einer Gemeinschaft, von einem ganz neuen Körpergefühl ganz zu schweigen.
Gleißendes Scheinwerferlicht war in dem von Feuerwehr und Mitarbeitern der Kirchengemeinde errichteten Zirkuszelt auf die kleinen Artisten gerichtet. Als Seiltänzer, Zauberer, Fakire, Feuerspucker, Leiter-Akrobaten, Jongleure und Trapezkünstler ernteten die sechs- bis elfjährigen Artisten in dem fast 350 Menschen fassenden Zelt Bewunderung, Staunen und tosenden Applaus. Und die Clownsgruppe sorgte mit ihrem missratenen Kunststück der balancierenden Flasche sowie einem grandiosen Löscheinsatz für herzhafte Lacher in den dicht besetzten Zuschauerreihen.
Das krönende Finale sorgte dann noch einmal für ein herrliches Abschlussbild aller Künstler. So machte das Projekt seinem Motto „Kann ich nicht – war gestern!“ alle Ehre. Ein sehr stärkender und motivierender Start für die neuen Lebensabschnitte, die die jungen Artisten nach den Ferien erwarten: für die Grundschule oder den Wechsel zur weiterführenden Schule. Bernd-Christoph Matern
Für alle, die keinen Platz mehr bei den Vorstellungen ergattern konnte, wurde ein Video der Vorstellung gedreht, der bestellt werden kann. Nähere Informationen gibt die evangelische Kirchengemeinde St. Peter zu Diez unter Telefon 06432-8 30 60.
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