Vakanzen im Dekanat Nassau haben bald ein Ende Drucken E-Mail

thumb_1a-fsna0511-kappesserBAD EMS/RHEIN-LAHN. (24. Mai 2011) Mit guten Nachrichten versorgte Dekan Friedrich Kappesser in seinem Jahresbericht die Vertreter der Synode des evangelischen Dekanats Nassau in ihrer Frühjahrstagung in Bad Ems: Die vakanten Pfarrstellen der Kirchengemeinden Niederlahnstein, Nassau und Singhofen werden zwischen Juni und September alle wieder besetzt.

Außerdem werde auch die beim Dekanat Nassau angesiedelte halbe Profilstelle Ökumene besetzt, die auf Ebene der kirchlichen Arbeitsgemeinschaft der drei Rhein-Lahn-Dekanat die Ökumene voranbringen soll. Mit einer weiteren halben Stelle soll der künftige Amtsinhaber kulturelle kirchliche Akzente setzen, vor allem im Hinblick auf die beiden Weltkulturerbe Limes und Mittelrheintal, die es im Rhein-Lahn-Kreis gibt.

Kappesser wies ferner auf das neue Pfarrstellenbemessungsgesetz hin, mit dem ab 2014 die Anzahl der Pfarrstellen in den Dekanaten neu festgelegt wird. „Es gibt keinen Grund, da Panik zu schüren“, so der Theologe, aber es mache Sinn, sich rechtzeitig damit zu befassen. In anderen Dekanaten habe die letzte Bemessung zu erheblichen Konflikten geführt, „an denen sie heute noch herumzuknabbern haben“. „Ich hoffe, dass wir das wieder in einem guten Einvernehmen hinbekommen.“

Die Werbetrommel rührte der Dekan in Sachen Mabira-Partnerschaft. Vom 1. bis 23. September erwartet das Dekanat den Besuch einer Delegation aus dem tansanischen Partner-Distrikt. „Unsere Gäste sollen einen möglichst realistischen Einblick in Kirche und gesellschaftliches Leben bei uns erhalten und nicht von Highlight zu Highlight gehetzt werden“, so Kappesser. Schwerpunkte des Besuchs sollen die Themen Ökumene und Diakonie sein. Er hoffe, dass sich vielleicht noch neue Interessenten finden, die bereit sind, Gäste aus Afrika in ihrer Familie aufzunehmen. „Selbst wenn man sich nur mit Händen und Füßen verständigt, erschließen sich den Gastgebern dadurch doch völlig neue und bereichernde Perspektiven.“

Mit einem großen Fest in der Stiftung Scheuern in Nassau soll am Sonntag, 11. September das 30-jährige Bestehen der Partnerschaft gefeiert werden. Der Dekanatssynodalvorstand (DSV) wünsche sich, dass dieses Fest auch als Dekanatsgottesdienst gefeiert werden kann und die Kirchengemeinden statt ihren eigenen Gottesdienst zu feiern nach Nassau zum gemeinsamen Feiern kommen.

thumb_1a-fsna0511drklausdouglassIm Mittelpunkt der Tagung stand ein Referat von Pfarrer Dr. Klaus Douglass vom Zentrum Verkündigung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Er begleitet nicht nur neu entwickelte „Kurse zum Glauben“ in den Regionen, in denen Erwachsenen zentrale Inhalte des christlichen Glaubens vermittelt werden. Er sensibilisierte die Synodalen auch für den biblischen Missionsgedanken und –auftrag, der bei der Kinder- und Jugendarbeit ansetzen müsse. Wichtig sei dabei immer, Mission nicht um der Kirche sondern um der Menschen willen zu betreiben. „Mission heißt nichts anderes als von dem reden, was man liebt“, sagte Douglass. Das sei, wie wenn man ein neues Auto gekauft, einen tollen Film gesehen oder die Lieblingsfußballmannschaft gewonnen hat. „Dann beginnen wir auch, begeistert davon zu erzählen“, verglich der Pfarrer und gab den Synodalen zahlreiche kurzweilig verpackte Denkanstöße zum Thema.

Eine Veranstaltung, die thematisch in die gleiche Richtung geht, stellte Claire Metzmacher, Bildungsreferentin der evangelischen Kirche Rhein-Lahn, in der Tagung vor. Der erste Abend der neu gegründeten regionalen Ehrenamtsakademie für Kirchenvorsteher trägt den Titel „Zukunft gestalten – Wie bekommen wir unsere Kirche voll?“. Er beginnt am Freitag, 26. August um 19 Uhr im Veranstaltungsraum des evangelischen Dekanats Nassau in Lahnstein. Infos und Anmeldung unter Telefon 06772/962364 oder per E-Mail Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können