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RHEIN-LAHN. (19.Januar 2012) Der Vorsitzende des Fördervereins der Diakoniestation Loreley-Nastätten, Erwin Damrau aus Dahlheim, wurde bei der Verbandsvertreterversammlung der Einrichtung in dieser Woche verabschiedet. Im Jahr 2000 hatte er das Amt übernommen. Bei den Neuwahlen des Vorstandes in Weisel kandidierte er nicht mehr als Vorsitzender. Das Amt übernimmt Pfarrer Günter Rein aus St. Goarshausen.
Damrau, der vergagene Woche seinen 77. Geburtstag feierte, engagiert sich allerdings noch einmal als zweiter Vorsitzender, um laufende Prozesse wie eine Satzungsänderung abzuschließen und den Übergang zu erleichtern. Nicht nur dafür hatte ihm der Vorsitzende der Verbandsversammlung der Diakoniestation, Manfred Sopp aus Diethardt, herzlich gedankt, bevor er ihm als symbolische Anerkennung einen Präsentkorb überreichte.
Sopp erinnerte daran, dass Damrau bereits als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nastätten mit am Tisch saß, als es um den Aufbau und die Bewilligung der damaligen Sozialstation ging, die 1978 ihre Arbeit in St. Goarshausen aufnahm. „Wir haben uns damals Anregungen beim Caritas-Verband in Lahnstein geholt“, blickte Sopp zurück und unterstrich die große Bedeutung, die der Förderverein im Laufe der Zeit für die Station bekommen hat. „Der Förderverein ist zu einem wichtigen zweiten finanziellen Standbein der Station geworden“, so Sopp.
Während der Anfangsjahre habe man noch überlegt, was mit dem Geld passieren kann, doch nach Einführung der Pflegeversicherung und mit dem Rückzug von Landeskirche und politischen Ebenen als Zuschussgeber habe sich der Förderverein zur wichtigen Stütze entwickelt. Sopp: „Ohne diese Beträge würde es nicht gut aussehen für die Station.“ Unter anderem finanzierte der Verein den Umzug von St. Goarshausen nach Nastätten und schaffte immer wieder neue Einsatzfahrzeuge an. „Sie haben sich als Vorsitzender sehr erfolgreich im Förderverein immer wieder um Spenden und Zuschüsse bemüht, und das alles absolut ehrenamtlich“, sagte Sopp und zeigte sich dankbar für Damraus Engagement und seine Kompetenz in Fragen der Sozialpolitik.
Damrau habe auch immer an den Sitzungen der Verbandsvertretungen als beratendes Mitglied teilgenommen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben, wo die Hilfe des Vereins gebraucht wird. Dabei betonte Sopp das rein ehrenamtliche Engagement des Fördervereins, der auch auf Spesen und Kilometergeld zugunsten der Station verzichtet habe.
„Das zweite Standbein bekommt allmählich Wadenkrämpfe“, erklärte Damrau selbst und animierte die Mitglieder der Verbandsvertretung, in den Gemeinden des Dekanats noch stärker die Werbetrommel für eine Mitgliedschaft im Förderverein zu rühren, deren Zahl von 1950 nach der Gründung auf jetzt unter 1000 Mitglieder gesunken ist, obwohl der Mitgliedsbeitrag wie vor 34 Jahren mit 12 Euro pro Jahr unverändert geblieben sei. „Wir können als Verein die Leistungen wie in der Vergangenheit nur erbringen, wenn die rückläufigen Mitgliedsbeiträge durch Spenden ausgeglichen werden“, so Damrau. Auch jungen Menschen müsse – abgesehen davon, dass sie selbst zum Pflegefall werden könnten – noch stärker bewusst gemacht werden, wie wichtig die diakonischen Dienste gerade im ländlichen Raum seien.
Welche Bedeutung der Förderverein für die Arbeit der Station hat, zeigt eine Zahl: Allein in Damraus Amtszeit steuerte der Verein mehr als 200.000 Euro zur Unterstützung der diakonischen Arbeit bei. Bernd-Christoph Matern
Wer sich für den Förderverein der Diakoniestation interessiert findet mehr Informationen hier.
Zum Foto links oben: Manfred Sopp (links), Vorsitzender der Verbandsversammlung der Diakoniestation Loreley-Nastätten, und Berthold Krämer (rechts), Vorstandsvorsitzender der Station, dankten Erwin Damrau für sein erfolgreiches Engagement als Vorsitzender des Fördervereins der Station. Fotos: Matern
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